Eine Polizistin als Serien-Täterin

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Vor knapp drei Jahren wechselte Nationalspielerin Yvonne Ruch vom KV Maifeld-Polch nach Oberthal. Zwei Mal wurde sie mit den KFO seitdem deutscher Meister. An diesem Samstag winkt der 36-Jährigen und dem Team der Titel-„Hattrick“.

Die Ausgangslage im Titelrennen ist gut für die Keglerinnen der KF Oberthal : An diesem Samstag findet ab 12 Uhr im Oberthaler Kegelsportzentrum der letzte Spieltag in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft statt. Die Gastgeberinnen haben davor einen Punkt Vorsprung auf den einzig verbliebenen Konkurrenten, den KSC Dilsburg . Zudem hat Oberthal die um sechs Punkte bessere Einzelwertungsbilanz. Die beiden anderen Teams in der Endrunde, Preußen Lünen (acht Punkte) und RSV Remscheid (fünf), haben keine Chance mehr auf den Triumph.

"Den Titel-Hattrick zu schaffen, wäre natürlich Wahnsinn", sagt Oberthals Nationalspielerin Yvonne Ruch. Zuletzt wurde ihr Team nämlich zwei Mal in Folge deutscher Meister. Beide Male gelang der entscheidende Schritt zum Titelgewinn auf einer fremden Bahn. "Es jetzt mal zu Hause zu schaffen, wäre natürlich besonders schön", erklärt Ruch.

Dass ihr Team in den vergangenen beiden Jahren so viel Erfolg hatte, daran hat die Hessin großen Anteil. Mit starken Leistungen trug sie zu den beiden ersten deutschen Meistertiteln des Clubs seit 2006 bei. "Deshalb bin ich ja nach Oberthal gekommen. Es gab dort ja schon zuvor eine starke Mannschaft, die immer um den Titel mitgespielt hat", erklärt Ruch, die im hessischen Gießen wohnt.

Auch in dieser Saison war die dreifache Einzelweltmeisterin (zuletzt gewann sie die Einzel- WM 2013) nicht aufzuhalten. In der regulären Saison lag Ruch in der Verbands-Rangliste der erfolgreichsten Spielerinnen ganz vorne. Auch in der Meisterschafts-Endrunde führt sie diese Statistik noch vor der amtierenden Einzel-Weltmeisterin Elke Radau-Lambert (Dilsburg) an. Am letzten Spieltag der regulären Runde warf Ruch sensationelle 974 Holz. Damit wäre sie sogar, wenn sie bei den Herren starten würde, in einigen Begegnungen beste Spielerin gewesen. "Viel besser geht es eigentlich gar nicht mehr", freut sich die 36-Jährige.

Viel Stress , aber auch viel Erfolg

Von ihrer derzeitigen Leistungsstärke ist sie dabei selbst ein Stück weit überrascht. "Ich kann mir auch nicht genau erklären, warum es so gut läuft. Denn eigentlich habe ich eine Menge Stress ." Ruch ist in ihrem Job als Kommissarin und als alleinerziehende Mutter stark eingespannt, deshalb musste in der Vergangenheit auch schon mal das eine oder andere Training ausfallen. Zumal es von Gießen bis nach Oberthal ja noch ein Stück zu fahren ist. Doch trotz der hohen Belastung plant Ruch, auch in der kommenden Saison für Oberthal an den Start zu gehen. "Wir haben darüber zwar noch nicht explizit gesprochen, aber ich habe keine Wechsel-Absichten", erklärt die 36-Jährige.

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