Das Duell kann beginnen

Wer schnappt sich in diesem Jahr den deutschen Meistertitel im Meisterrunde ? Die Damen des KSC Dilsburg eröffnen die Meisterrunde auf ihrer Heimbahn – und die KF Oberthal wollen ihren ersten Platz verteidigen.

Die Vorfreude bei den Bundesliga-Keglerinnen der KF Oberthal und des KSC Dilsburg steigt. Denn an diesem Samstag beginnt in Landsweiler die Meisterrunde, in der der neue deutsche Titelträger im Sportkegeln ermittelt wird. Meisterrunde - das bedeutet, dass die vier bestplatzierten Mannschaften der regulären Saison an vier Spieltagen noch einmal gegeneinander antreten. Jedes Team hat einmal Heimrecht. Der Auftakt findet am Samstag um 12 Uhr im Gasthaus am Landsweiler Hof, der Heimspielstätte des KSC Dilsburg , statt.

"Wenn wir so spielen, wie wir heute trainiert haben, holen wir nur einen Punkt", flachst Birgit Stauner-Bayer. Die Spielführerin des KSC wird anschließend wieder ernst und erklärt: "Zu Hause ist es unser Ziel, zu gewinnen und die vollen vier Punkte zu holen." Auch Gerhard Bäumchen, Damen-Sportwart des amtierenden Meisters KF Oberthal , sieht die Dilsburgerinnen zu Hause in der Favoritenrolle: "Wir wollen unseren Titel natürlich verteidigen. Aber Dilsburg hat auf seiner eigenen Bahn einen Vorteil. Wir peilen den zweiten Platz an. Das wäre eine gute Ausgangslage für die folgenden Spiele."

In der regulären Saison konnte Oberthal zwar beide Saar-Derbys gegen den KSC für sich entscheiden. "Aber im Hinspiel in Landsweiler hat Dilsburg mit Elgin Justen eine starke Spielerin gefehlt. Und auch das Rückspiel in Oberthal war ganz knapp", sagt Bäumchen. Dank einer Spitzenleistung der beiden Nationalspielerinnen Yvonne Ruch und Christina Retterath hatte Oberthal sein Heimspiel gegen den KSC Ende Januar hauchdünn mit 5230:5210 Holz für sich entschieden.

Aufgrund dieses Sieges schloss Oberthal die reguläre Saison als Tabellenführer ab, Dilsburg wurde Zweiter. Als Spitzenreiter nimmt Oberthal vier Punkte mit in die Meisterrunde, der KSC drei. "Diesen einen Punkt mehr hätten wir gut gebrauchen können. Deshalb haben wir uns über die Niederlage geärgert. Aber das Ergebnis hat gezeigt, dass wir uns mit Oberthal auf Augenhöhe befinden", sagt Birgit Stauner-Bayer. Sie warnt aber davor, die anderen beiden Teilnehmer der Meisterrunde, den Dritten SV Preußen Lünen und den Vierten SSV Samo Remscheid, zu unterschätzen.

KFO-Sportwart Bäumchen glaubt hingegen nicht, dass die beiden Außenseiter im Kampf um die Meisterschaft ein Wort mitreden können: "Das soll auf keinen Fall hochnäsig klingen, aber ich glaube, dass Oberthal und Dilsburg den Titel unter sich ausmachen werden."

Am 20. Februar findet in Lünen der zweite Spieltag statt, schon einen Tag später treffen die vier Mannschaften in Remscheid erneut aufeinander. Der abschließende vierte Spieltag wird am 27. Februar im Oberthaler Kegelsportzentrum ausgetragen. "In der letzten Saison sind wir als Tabellenführer in die Meisterrunde gegangen, waren aber zu verkrampft, und am Ende wurde Oberthal Meister. Dieses Mal wollen wir locker drauflosspielen und uns nicht den ganz großen Druck machen", sagt Stauner-Bayer, während Bäumchen prophezeit: "Beide spielen auf einem Niveau. Es wird auch von der Tagesform abhängen."

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