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Oberthal: CDU behält Mehrheit im Oberthaler Gemeinderat

Oberthal : CDU behält Mehrheit im Oberthaler Gemeinderat

Drei Parteien waren um die Verteilung der 27 Sitze in dem Gemium angetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,6 Prozent.

Spannung am Wahlabend, wenn allmählich die Ergebnisse aus den einzelnen Bezirken einlaufen. Das gehört dazu. In der Gemeinde Oberthal gibt es nun eine Extra-Portion Spannung, geht die Kommunalwahl sozusagen in die Verlängerung. Denn im Groniger Ortsrat gibt es eine Patt-Situation. Wie Wahlleiter Stephan Rausch berichtet, sah es zunächst nach einem knappen Vorsprung für die CDU aus: 394 Stimmen gegenüber 393 für die SPD. Sicherheitshalber wurde nachgezählt und tatsächlich ein ungültiger Wahlschein ausgemacht. Um die Frage zu klären, wer den neunten Sitz bekommt, musste am Montagabend gelost werden.

Fity-fifty im Groniger Ortsrat – dieses Ergebnis freut Uwe Schäfer, Spitzenkandidat der SPD für den Gemeinderat. „Das hat uns vom Hocker gehauen“, sagt er. Gegenüber der zurückliegenden Wahl 2014 habe die CDU 13,6 Prozentpunkte verloren und die SPD gewonnen. Schäfer führt diesen Erfolg auf das neue Team um  den  Groniger SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Björn Gebauer zurück. „Es ist eine gute und solide Mannschaftsleistung.“ Ein bisschen gerät Uwe Schäfer gar ins Schwärmen, wenn er vom historisch besten Ergebnis in Gronig spricht.

Was die Gemeinderatswahl betrifft, fällt das Urteil des Sozialdemokraten weniger positiv aus. Dort waren drei Parteien (CDU, SPD und Linke) angetreten, um sich möglichst viele der 27 Sitze zu sichern. „Es war unser Ziel, die CDU im besten Fall als stärkste Partei im Rat abzulösen oder zumindest Sitze hinzu zu gewinnen“, sagt Schäfer. Jetzt habe seine Partei einen Sitz verloren. Statt wie bisher elf hat die SPD nur noch zehn Mitglieder im Gremium. Dieser verlorene Platz hat sich die Linke ergattert. Statt bislang einen hat sie nun zwei Sitze. 7,3 Prozent der Stimmen (ein Plus von 2,1 Prozentpunkten) entfielen auf die Linke. Die SPD kam mit leichten Verlusten von 2,2 Prozentpunkten auf 38,6 Prozent der Stimmen.

Die CDU behält die absolute Mehrheit im Rat mit 15 Sitzen. 54,1 Prozent der Wähler setzten ihr Kreuzchen bei den Christdemokraten. Das ist ein Mini-Plus von 0,1 Prozentpunkten. „Ich bin sehr zufrieden“, urteilt dementsprechend CDU-Spitzenkandidat Dirk Schäfer. „Es war unser Wahlziel, die 15 Sitze im Gemeinderat zu halten.“ Dies sei samt Stimmenzuwachs gelungen. Schäfer führt den Erfolg auf das neue, junge Team zurück, dass sich sowohl auf Ortsrats- als auch auf Gemeinderatsebene engagiere.

Auch das Ergebnis im roten Steinberg-Deckenhardt wertet er positiv. Statt bislang nur einen Sitz im Ortsrat hat sich die CDU dort drei Sitze ergattert. Auch bei der Stimmverteilung auf Gemeinderatsebene konnten sich die Christdemokraten verbessern (34,1 Prozent). Für Uwe Schäfer kein Grund zum Hadern. Das Ergebnis in Steinberg-Deckenhardt sei aus Sicht der SPD mit jeweils mehr als 60 Prozent okay.