Bitterer Entschluss: Oberthaler Eltern müssen für Kindergarten mehr berappen

Bitterer Entschluss: Oberthaler Eltern müssen für Kindergarten mehr berappen

Es geht nichts umhin. So zumindest sehen es die Kommunalpolitiker in Oberthal. Denn die Kosten für die Betreuung der Kinder sind gestiegen. Dies könne die Kommune nicht allein abfedern. Darum werden die Eltern ab Herbst stärker zur Kasse gebeten. Die Erhöhungen sind unterschiedlich.

Eine neue Erzieherin in Teilzeit ist seit Anfang April im Güdesweiler Kindergarten beschäftigt. Durch Aufstockung des Teams und Tariferhöhungen haben sich die Personalkosten von März 2014 bis heute um 60 000 Euro erhöht. Darüber informierte Bürgermeister Stephan Rausch (CDU ) während der jüngsten Gemeinderatsitzung.

Da per Gesetz die Eltern der Kinder 25 Prozent der Personalkosten tragen, müssen jetzt die Gebühren angepasst werden. Dabei trifft es die Eltern der Krippenkinder mehr als die Eltern der Kindergartenkinder.

Im Kindergarten zahlen die Erziehungsberechtigten zwischen zwei und acht Euro mehr. Bei der Krippe sind es zwischen sieben bis 25 Euro - je nach Betreuungsmodell.

Zwei Beispiele: Für das erste Kind im Kindergarten zahlen Eltern für eine Betreuung bis 13.30 Uhr derzeit 80 Euro, ab 1. August sind es 84 Euro. In der Krippe kostet eine Betreuung für fünf Tage jeweils bis 13.30 Uhr aktuell 180 Euro, künftig 190 Euro.
Einstimmiges Votum

Der Bürgermeister wies daraufhin, dass die Gemeinde auch nach der Erhöhung die Preise des katholischen Kindergartens St. Stephanus in Oberthal unterbiete. "Das ist ein Thema, das wehtut", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Scharf. Sein Pendant bei der SPD , Uwe Schäfer, stimmte ihm zu: "Niemand erhöht gerne Gebühren." Aber die Erhöhungen seien moderat. So stimmte der Gemeinderat bei einer Enthaltung einmütig zu.