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Betrachten und Fachsimpeln erlaubt

Betrachten und Fachsimpeln erlaubt

Zum 14. Mal bauen am Wochenende vom 2. und 3. Mai Kunsthandwerker in Oberthals Ortsmitte ihre Stände auf. Der Töpfermarkt öffnet jeweils von 10 bis 18 Uhr. Erstmals gibt es sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher Preise zu gewinnen.

Eine runde Sache soll der Oberthaler Töpfer- und Keramikmarkt werden - im wörtlich und im übertragenen Sinn. Zwei Gründe, die dafür sprechen: Mit 74 Ausstellern verzeichnet der Markt gegenüber 2014 einen Zuwachs, und erstmals startet begleitend ein Künstler-Wettbewerb mit dem Motto "kugelrund".

"Wir sind froh, dass der Trend wieder nach oben geht", sagt Bürgermeister Stephan Rausch erleichtert. Im vergangenen Jahr hatten sich 58 Aussteller am Markt beteiligt. Die Initiatoren, die Gemeinde und der Handwerker- und Gewerbeverein Oberthal (HGV), befürchteten, dass sich die Beteiligung möglicherweise auf diese Zahl einpendele. Doch das ist nicht der Fall. Und so muss Norbert Hoffmann vom HGV nun genau planen, wo er all die Stände unterbringt.

Handgefertigte Werke und keine maschinelle Massenware - das ist der Anspruch, den die Veranstalter an die Aussteller haben. "Es gibt eine Mischung im Material und im Preisniveau", verspricht Rausch. Aus dem Westerwald, Belgien, Frankreich und Ungarn reisen unter anderem die Kunsthandwerker an. Am Wochenende vom 2. und 3. Mai sind auch zehn bis 15 neue Aussteller am Start.

Apropos neu: Erstmals gibt es einen Wettbewerb unter den Künstlern. Diese Idee sei in Gesprächen mit den Ausstellern entstanden, berichtet Rausch. 27 der 74 angemeldeten Kunsthandwerker haben spontan zugesagt, bei der Premiere mitzumachen. Ihre Aufgabe bis Anfang Mai: Ein Kunstwerk zu dem Begriff "kugelrund" schaffen. Das Unikat soll nicht kleiner als 20 Zentimeter und nicht größer als 60 Zentimeter sein.

Wo werden die Werke während des Marktes präsentiert? Mit dieser Frage haben sich die Veranstalter laut Rausch lange beschäftigt. Schließlich kamen sie überein, die Wettbewerbs-Stücke am jeweiligen Stand des Künstlers zu präsentieren. "Die Stände, die mitmachen, werden entsprechend gekennzeichnet", so Rausch. Die drei schönsten Werke werden prämiert. Für den ersten Platz gibt es 500 Euro, für den zweiten 400 Euro und für den dritten 300 Euro. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Zu der gehören neben den teilnehmenden Künstlern, Stephan Rausch , der Vorsitzende des HGV, Axel Haab, Yvonne Molter (HGV) sowie ein Vertreter der Sparkasse. Damit auch die Besucher etwas von diesem Wettbewerb haben, gehen die prämierten Kunstwerke in den Besitz der Veranstalter über und werden dann verlost. Ein Euro kostet ein Los. Um den Verkauf kümmert sich der Oberthaler Carneval Verein. Neben den prämierten Unikaten gibt es mehrere Wertgutscheine des HGV im Wert von 50 oder 20 Euro zu gewinnen. Siegerehrung und Gewinnerziehung ist für Sonntag, 3. Mai, 16 Uhr, auf einer Bühne vorm Info-Zelt der Gemeinde geplant.

In den vergangenen Jahren hätten Wetter und Zuschauerzahlen immer gepasst, bilanziert Rausch zufrieden. Dieses Mal geht dem Marktwochenende mit dem 1. Mai ein Feiertag voraus. Vor- oder Nachteil? Beides sei denkbar. "Vielleicht nutzt mancher das verlängerte Wochenende, um wegzufahren. Andererseits verbringt mancher auch den Urlaub hier", sagt Rausch. Er rechnet mit dem ein oder anderen Besucher aus dem Ferienpark am Bostalsee.

Der Töpfermarkt öffnet am Samstag und Sonntag, 2. und 3. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr. An beiden Tag gibt es auch die Kreativwerkstatt, in der können Kinder jeweils von 13 bis 17 Uhr töpfern und basteln. Am Sonntag öffnen zusätzlich Gewerbetreibende im Brühlzentrum von 13 bis 18 Uhr ihre Läden.