Astronaut aus Gronig trifft Saarländer in Washington in der Botschaft

Besonderes Treffen in den USA : Über die Saar-Schiene ins Weltall

Matthias Maurer war zu Gast in der Deutschen Botschaft in Washington. Dort ist der Astronaut gleich mehreren Saarländern begegnet.

Saarländer trifft man überall – auch in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Matthias Maurer hat dort vergangene Woche bei einem Kongress zufällig einen Militärattaché aus dem St. Wendeler Land kennengelernt. Und diese Begegnung ermöglichte dem Groniger Astronauten letztendlich einen Besuch in der Deutschen Botschaft in Washington.

 Ins Gespräch gekommen sind die beiden beim International Astronautical Congress (IAC). Die Veranstaltung gilt als die größte internationale Konferenz im Weltraumsektor und findet Jahr für Jahr in einem anderen Land statt. „Zum 50. Jubiläum der Mondlandung sind dieses Mal mehr als 5000 Teilnehmer in den USA zusammengekommen“, erzählt Maurer. Fünf Tage lang konnten sie sich bei Vorträgen, Präsentationen und Diskussionen über die aktuelle Entwicklung in der Raumfahrt informieren.

Ein weiterer Programmpunkt war die „Deutsche Nacht“, zu der das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschafterin in Washington geladen hatte.

„Dort hat mich Brigadegeneral Frank Gräfe direkt angesprochen und mir erzählt, dass er aus Nohfelden kommt. Dann fragte er, ob ich nicht mal Lust hätte, einen Vortrag in der Deutschen Botschaft zu halten. Wir haben das auf der saarländischen Schiene ganz schnell organisiert“, sagt Maurer. Bereits am Freitag sei er zu Gast bei der diplomatischen Vertretung gewesen. Begleitet habe ihn sein Astronauten-Kollege und Mentor Reinhold Ewald, der im Jahr 1997 auf die Raumstation Mir geflogen ist.

„Wir haben für die Botschaftsangehörigen und die Kinder einen Vortrag gehalten. Das war ganz toll. Da konnten wir noch ein bisschen Raumfahrtbegeisterung wecken“, schwärmt Matthias Maurer von dem Erlebnis.

Neben ihm und Frank Gräfe waren bei der Zusammenkunft übrigens noch zwei weitere Saarländer dabei, die ebenfalls bei der Auslandsvertretung arbeiten. Gemeinsam ist es ihnen gelungen, die deutsch-amerikanische Freundschaft zu stärken – was Maurer derzeit als besonders wichtig empfindet.

Ein Selfie zur Erinnerung (von links): Reinhold Ewald, Frank Gräfe und Matthias Maurer. Foto: Matthias Maurer

Denn Europa und die USA möchten in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. So würden die Astronauten der Europäischen Weltraumagentur (Esa) bald nicht mehr mit der russischen Sojus-Rakete, sondern einem amerikanischen Vehikel abheben. Außerdem gebe es Pläne der beiden Weltraumorganisationen, gemeinsam zurück zum Mond zu kehren.

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