Altes Pergament erzählt Dorfgeschichte

Altes Pergament erzählt Dorfgeschichte

Eine eingemauerte Flasche mit einem Pergament aus dem Jahr 1934 darin fanden Helfer bei der Sanierung des Kriegerdenkmals auf dem Momberg. Die Urkunde wird beim Dorffest ausgestellt. Das renovierte Denkmal wird in einer Feierstunde am Mittwoch offiziell eingeweiht.

Das Projekt Kriegerdenkmal zu Ehren der Gefallenen im Ersten Weltkrieg auf dem Momberg ist abgeschlossen. Das teilt Ortsvorsteher Toni Schäfer mit. Zu einer kleinen Feierstunde am Mittwoch, 3. August, um 14.30 Uhr auf dem Momberg, lädt der Ortsrat die Bürger ein. Für die Älteren steht ab 14 Uhr auf dem Parkplatz Kapellenwiese eine Fahrgelegenheit zum Kriegerdenkmal bereit. Zur Feierstunde kommt auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer .

Die Renovierung des Denkmales wurden aus dem Projekt ,,Saarland zum Selbermachen" finanziell gefördert. Bei der Renovierung wurde hinter einer Gedenktafel eine Flasche mit einem beiliegenden Pergament als Urkunde gefunden. Diese Flasche wurde bei der Errichtung des Ehrenmals mit eingemauert. Es handelt sich um ein Dokument aus dem Jahre 1934 vom damaligen Vorsitzenden des Heimatvereins, Jakob Meisberger, verfasst. Es enthält Informationen rund um das Kriegerdenkmal.

Bürger packten mit an

Große 20 Jahre nach Ausbruch des Krieges 1914 hatte man sich in Gronig dazu entschlossen, ein Ehrenmal für die gefallenen Soldaten aus der Heimat und Gemeinde auf dem Momberg zu errichten. Der Heimatverein wählte den Momberg als Ort für das Denkmal aus, weil diese Stätte schon in früherer Zeit den Vorfahren Schutz spendete. Die damalige Bevölkerung hatte zum größten Teil an dem Bau des Denkmals mitgewirkt. Steine und Sand wurden aus heimischen Boden gewonnen, und mit Fuhrwagen an Ort und Stelle hoch transportiert. Die Arbeiten wurden durch die Mitglieder des Vereins und die Bewohner ausgeführt, wobei die Bauleitung in den Händen des Maurers Meisberger aus Gronig lag. Finanziert hat man den Bau durch Haussammlungen im Ort, Spenden und durch Veranstaltungen der Vereine, wie Gesangs-, Rad-, Sportvereine, des Kegelclubs, der Sanitätskolonne sowie des Bundes deutscher Mädchen in Gronig .

Dokumentiert wurde das Schreiben am 8. September 1934 am Feste Maria Geburt im Auftrag von Jakob Meisberger. Dieses Dokument lässt sich wie eine Reise in die Vergangenheit lesen. Laut Schäfer gibt es einen kleinen Einblick in das Leben der früheren Dorfgeschichte. Es mache Geschichte erlebbar und zeige, wie wichtig solche Quellen der Vergangenheit seinem, um Altes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Urkunde wird am Dorfgemeinschaftfest am 28. August im Dorfgemeinschafthaus ausgestellt.