1. Saarland
  2. St. Wendel

Oberthal geht entspannt ins Meisterschafts-Finale

Oberthal geht entspannt ins Meisterschafts-Finale

Oberthal. Das Jahr 2002: Borussia Dortmund wird zum letzten Mal deutscher Fußball-Meister, Schalke holt den Pokal, und Sven Hannawald gewinnt bei der Vierschanzen-Tournee alle Springen. Im Herbst siegt Gerhard Schröder bei der Bundestagswahl gegen Edmund Stoiber

Oberthal. Das Jahr 2002: Borussia Dortmund wird zum letzten Mal deutscher Fußball-Meister, Schalke holt den Pokal, und Sven Hannawald gewinnt bei der Vierschanzen-Tournee alle Springen. Im Herbst siegt Gerhard Schröder bei der Bundestagswahl gegen Edmund Stoiber. Alles lange her - die meisten der Genannten sind längst in der Versenkung verschwunden, Dortmund ist nach langer Talfahrt gerade wieder oben. Nur eines blieb von 2002 bis heute konstant: der deutsche Meister im Kegeln, die Kegelfreunde Oberthal.Und auch 2011 wird sich daran nichts ändern. Im letzten Spiel der Meisterschafts-Endrunde (diesen Samstag ab 12 Uhr im Kegelsportzentrum Oberthal) kann der deutsche Rekordmeister seinen zehnten Titel in Serie (und den 15. insgesamt) perfekt machen. Trotz der Bedeutung der Begegnung sind die Oberthaler Kegler ganz entspannt: "Wir können befreit aufspielen. Schließlich haben wir zwei Punkte Vorsprung und sind zu Hause eine Macht", sagt Welt- und Europameister Holger Mayer. Von den ursprünglich drei Konkurrenten muss seine Mannschaft nur noch den KSV Riol ein wenig fürchten. Der SKC Paffrath und der SK Heiligenhaus sind schon aus dem Rennen. Oberthal muss so unter den vier teilnehmenden Teams am letzten Spieltag nur Dritter werden - dann ist der Titel in trockenen Tüchern. Selbst der vierte und letzte Platz würde zur Meisterschaft reichen, wenn Riol nicht gewinnt.

Letzte Saison war das noch anders. "Da mussten wir unbedingt am letzten Spieltag siegen. Da war der Druck größer", erinnert sich Mayer an das packende Titelrennen, das die KFO letztendlich zu ihren Gunsten entschieden.

Damals hatte Oberthal am ersten Play-Off-Spieltag gepatzt und in Herford nur einen Punkt geholt. "Vielleicht war es gut für uns, dass Herford dieses Mal nicht dabei war. Auch vor zwei Jahren haben wir dort nicht gut ausgesehen", sagt Mayer lachend. Diese Saison gab es keinen Ausrutscher seines Teams. Und so ist die Ausgangslage jetzt exzellent - und der zehnte Titel in Serie wohl nur noch eine Formsache. sem/wip