Markt : Musikalische Budenstadt in Schwarzenbach

Wenn die Pfarrkapelle Veranstalter ist, dürfen Blechbläser im Programm nicht fehlen. Jetzt wurde die zehnte Auflage des kleinen Marktes gefeiert.

Klein und fein, aber auch gemütlich präsentierte sich der Weihnachtsmarkt im etwa 750 Einwohner zählenden Nonnweiler Ortsteil Schwarzenbach. Veranstalter ist die Pfarrkapelle, die das weihnachtliche Marktgeschehen vor zehn Jahren ins Leben gerufen hatte und somit ein kleines Jubiläum feiern durfte. „Der Verein braucht diese Veranstaltung, denn Jugendarbeit, Dirigent, Noten sowie zuweilen die Anschaffung eines Instruments sind ohne Geld nicht zu bewältigen. Letztendlich wollen wir unseren Verein noch recht lange am Leben erhalten“, nennt Vorsitzende Cornelia Petto den Grund für das Engagement. Alljährlich wird noch eine Kappensitzung an Fastnacht geboten sowie ein Sommerfest und ein Konzert. Seit zehn Jahren ist die Vorsitzende auch Herausgeberin eines Jahreskalenders. Zwölf Blätter, für jeden Monat eins, sowie ein Titelblatt werden mit von ihr geschossenen Bilder geschmückt. Waren im laufenden Jahr Bilder von unterschiedlichen Vereinsfesten und Anlässen veröffentlicht worden, so sind im Kalender für 2019 Häuser, Plätze oder Straßen aus dem Ort abgedruckt. Der Kalender kostet zehn Euro, die in die Vereinskasse fließen. „Mit den Einnahmen aus diesen Veranstaltungen und dem Kalenderverkauf sollten wir dann finanziell über die Runden kommen und unseren Vereinsmitgliedern auch etwas für die Geselligkeit bieten können“, sagt die Vorsitzende.

Schließlich packen die Vereinsmitglieder kräftig mit an, auch beim Weihnachtsmarkt. Die sechs Verkaufsstände wurden vorsorglich aufgrund der schlechten Wettervorhersage in und vor dem überdachten Kolpinghaus aufgestellt. Kaum war der Markt eröffnet, stiegen den Besuchern die Düfte von Glühwein, Apfelpunsch und süßem Gebäck, aber auch würzigen Rostwürsten und Reibekuchen in die Nasen. „Süße Waffeln mit Sahne nach klösterlichem Geheim-Rezept sind bei uns der Renner“, sagt Petto. An den weiteren Verkaufsständen waren weihnachtliche Kränze, Schnitzereien und Schmuck im Angebot, ebenso „die Bastel-, Strick-, Näh- und Häkelarbeiten, die uns von einer Gruppe unserem Verein gegenüber wohlgesonnenen Frauen geschenkt werden“, betont die Vorsitzende. Auf die Frage, wann denn der Nikolaus komme, erklärt die Vorsitzende, dass der fromme Mann am Vorabend seines Namenstages den Kindern im Ort seinen obligatorischen Besuch abstattet. Das Fehlen des Nikolauses konnten die vielen Besucher durchaus verschmerzen, schließlich sorgten einige Blechbläser der Pfarrkapelle mit weihnachtlichen Melodien und Liedern für die musikalische Unterhaltung.