Wasserversorgung sichern

Nonnweiler/Langweiler

Nonnweiler/Langweiler. Die mittel- und langfristig sichere Versorgung mit Trinkwasser zu sozialverträglichen Preisen ist das ausdrückliche Ziel des neuen Wasserzweckverbands Kreis Birkenfeld (WZV), den am Freitagmorgen die Vertreter der Verbandsgemeinden Birkenfeld, Baumholder, Herrstein und der Stadt Idar-Oberstein mit der Vertragsunterzeichnung unter den Augen von Umweltministerin Margit Conrad begründeten.Die Ministerin hatte zum Start einen Förderbescheid über 2,4 Millionen Euro dabei. In den nächsten Jahren sollen rund 52 Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung der Region investiert werden. Das Land will das Vorhaben mit 34 Millionen Euro fördern. Ausschlaggebend für den Schritt war die Tatsache, dass die Steinbachtalsperre als Rückgrat der Wasserversorgung im Landkreis dringend saniert werden muss und dies nicht im laufenden Betrieb erfolgen kann. Ebenso ausgeschlossen war, dass die immensen Investitionen vom bisherigen Betreiber, der Stadt Idar-Oberstein, allein aufgewendet werden können.

Wegen der Talsperrensanierung wird eine Überleitung zur Primstalsperre bei Nohfelden nötig, um die Wasserversorgung während der Bauphase sicherzustellen. Das Land erkannte die Notlage und versprach die höchste Förderquote (60 Prozent Zuschuss plus 20 Prozent Darlehen) - aber nur unter der Voraussetzung, dass sich die beteiligten Kommunen auf einen gemeinsamen Wassergewinnungsverband einigen. Denn, so erläuterte die Ministerin gestern Morgen noch einmal, in Zukunft müsse die qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung - vor allem auf dem Lande - von immer weniger Menschen finanziert werden. Also müsse man Kosten sparen, und das gehe nur durch Zusammenarbeit und Synergieeffekte. "Das Land übernimmt eine Patenschaft für die Entwicklung in der Region", sagte Conrad und ist überzeugt: "Dieser Tag wird in die Geschichte des Landkreises eingehen."

Der erste Vorsteher des neuen Zweckverbands, Uwe Weber, sagte, man sei sich der Verantwortung bewusst: "Schließlich geht es ums Lebensmittel Nummer eins." Nach der Vertragsunterzeichnung beginne nun die eigentliche Arbeit erst.

Ein Werksausschuss muss gegründet werden, der, so Weber, "eine große Verantwortung" übernehmen und in den ersten Monaten in kurzen Abschnitten tagen wird. Mit den ersten Großinvestitionen, den eigentlichen Baumaßnahmen Bau der Überleitung und Sanierung der Staumauer, sei "nicht vor 2014/2015" zu rechnen, sagte Weber. sc

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