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Vollbesetztes Haus beim Neujahrsempfang in der Benkelberghalle Sitzerath

Neujahrsempfang : Sitzerath startet in der Benkelberghalle ins neue Jahr

„Sitzerath der Zukunft im kommenden Jahrzehnt“, unter dieses Motto stellte Ortsvorsteherin Lieselene Scherer den 33. Sitzerather Neujahrsempfang in der vollbesetzten Benkelberghalle. Sie begann ihren Rückblick auf das vergangene Jahr mit der Statistik zur Bevölkerungsentwicklung.

So waren am 31. Dezember in Sitzerath 747 Menschen gemeldet. Zwölf Sterbefällen stehen zwei Geburten gegenüber. Zu- und Wegzüge eingerechnet, ist die Bevölkerung um fünf Personen geschrumpft. Verzagen ist ob des Rückgangs aber nicht angesagt, wie Scherer deutlich machte. Im Gegenteil, denn: „Das Sitzerath der Zukunft kann man bauen – das heißt, wir alle müssen in der Gegenwart aktiv werden.“

Die Zukunft zu gestalten, die Lebensqualität zu sichern und zu verbessern, „darauf waren und sind die Anstrengungen von uns allen gerichtet. Das geht nicht immer ohne Konflikte, vielleicht auch nicht ohne Rückschläge“. Dennoch sei es notwendig, gemeinsam ein Bild von der Zukunft des Ortes zu entwerfen und Strategien zu entwickeln, um dorthin zu gelangen. So müsse das Baugelände „Hintere Anwand“ so schnell wie möglich bebauungsfähig gemacht werden. Dazu sei es notwendig, die endgültigen Fertigstellungsplanungen einschließlich der Vergabe der Erschließungsmaßnahmen seitens der Gemeinde in die Wege zu leiten. Seit der Antragstellung 2016 werde gebetsmühlenartig versucht, dies zu erreichen. „Der Bedarf an Baugrundstücken in der Bevölkerung ist groß, denn es liegen ebenso viele Anfragen für ein Baugrundstück vor, wie erschlossen werden“, erklärte Scherer. „Das Vertrösten und Hinhalten der Entscheidungsgremien ist für uns nicht zufriedenstellend.“ Die Zukunft von Sitzerath werde durch die Schaffung des Lebensmittelpunktes von jungen Familien gesichert.

Als Schritt in die richtige Richtung sei demnach der Anbau an die Benkelberghalle zu verstehen, der Anfang 2020 in Angriff genommen werden soll. Ein von der Gemeinde beauftragter Architekt habe einen ersten Plan-Entwurf erstellt. Im März soll dieser im Ortsrat vorgestellt werden. „Der Plan beinhaltet im Wesentlichen alle Forderungen, die wir für die Vereine und unsere Bürger haben.“

Weitere Themen waren die Friedhofsgestaltung, die mangelhafte Mobilfunksituation und die Instandsetzung der Innerortsstraßen. „Die Gemeinde muss dringend ein ausgewogenes Straßenbau- oder Instandsetzungsprogramm auf die Beine stellen“, forderte Scherer, die es gerne sehen würde, wenn ein „Förderverein zur Dorfentwicklung Sitzerath“ gegründet würde.

Gastredner Peter Strobel (CDU), saarländischer Minister für Finanzen, Europa sowie Justiz, berichtete aus seinen politischen Tätigkeitsfeldern. Er glaube, dass das neue Jahrzehnt eine Dekade der Investitionen wird. Es werde erheblich in den örtlichen Bereich und den ländlichen Raum investiert – und davon sollen auch die Gemeinde Nonnweiler und mit ihr Sitzerath profitieren.