Verein mit großem Wir-Gefühl

95 Jahre Fußballsportverein (FSV) Sitzerath. Dieses Jubiläum war es den Vereinsmitgliedern wert, ein Fass aufzumachen, Freunde und Bekannte einzuladen und im Kreise der Bevölkerung diesen Geburtstag zu feiern. Beim obligatorischen Festkommers wurden viele nette Grußworte gesprochen, Ehrungen und Gratulationen vorgenommen.

"Allen Sportkameraden, die unseren Verein zum Leben erweckt haben, und die ihn über neuneinhalb Jahrzehnte in schwierigen und guten Zeiten mit Leben erfüllt haben, gilt unser Dank, so dass wir heute diesen schönen Geburtstag feiern können", betonte Vereinsvorsitzender Heribert Feid in seinem Grußwort zur Feier des 95-jährigen Bestehens des Fußballsportvereins Sitzerath . In seinem Rückblick erinnerte er an die erfolgreichen Zeiten in den jüngsten vier Jahrzehnten mit drei Meisterschaften und 13 Jahre lang Zugehörigkeit zur zweithöchsten Spielklasse im Bereich des Saarländischen Fußballverbandes (SFV). 25 Jahre Benkelbergturnier haben den Verein über die Gemeindegrenzen ebenso bekannt gemacht wie das sportmedizinische Symposium. Er hob aber auch mahnend den Zeigefinger, dass der Verein derzeit auf der Schattenseite stehe. Mit nur einer aktiven Mannschaft und keinem eigenen Jugendspielbetrieb gelte es, aufmerksam in die Zukunft zu blicken. Mit dem Nachbarverein FC Wadrill habe es bereits gute Gespräche über eine gemeinsame Zukunft gegeben, schließlich soll auch noch zum 100-jährigen Fußball in Sitzerath gespielt werden.

"Der FSV hat seit seiner Gründung nicht nur seinen Mitgliedern sondern unzähligen anderen Menschen viel Freude und Spaß am Fußball vermittelt", sagte Schirmherrin Lieselene Scherer, die auch als Ortsvorsteherin dem Jubelverein als eine feste Größe im Dorf- und Vereinsgeschehen ein gutes Zeugnis ausstellte. Ihr Dank galt allen Ehrenämtlern im Verein. "Ein gutes Vereinsmanagement, gesunder Sportgeist, das Wir-Gefühl und der Wille zu überzeugenden Leistungen", wünschte sie für die Zukunft.

Sympathische Mitglieder

Bürgermeister Franz Josef Barth, der als Fußballer beim Nachbarverein SV Braunshausen über viele Jahre das rührige Vereinsgeschehen beim FSV aus nächster Nähe mitverfolgen konnte, nannte den Jubelverein einen Botschafter und Sympathieträger in Sachen Fußball. Das Potenzial seiner "goldenen Jahrgänge" habe der Verein ordentlich ausgeschöpft. Er stehe bei ihm für Bodenständigkeit, Seriosität und Kontinuität. Hier sind vor allem Josef Barth (von 1963 bis 1994 Vorsitzender), Heribert Feid (1994 bis heute Vorsitzender), Dieter Straub (Jahrzehnte im Vorstand) und Werner Feid (über 1000 Spiele), ohne die Leistungen der übrigen Mitglieder schmälern zu wollen, lebendiger Beweis.

Für den Landkreis St. Wendel gratulierte Landrat Udo Recktenwald . Auch er überreichte ein kleines Kuvert. Stephan Alt vom SFV-Kreisvorstand Nordsaar hatte die ehrenvolle Aufgabe, fünf verdiente Vereinsmitglieder für ihr ehrenamtliches Wirken im Verein auszuzeichnen. Er bedauerte den Rückgang an Spielern beim FSV, machte aber gleichzeitig Mut, dass der Fußballverband auch über Vereine mit nur einer Mannschaft froh sei. "Vor fünf Jahren durfte ich die Vereinsmitglieder Heribert Feid, Werner Grabowski und Gisbert Barth schon mal ehren, allerdings mit der Auszeichnung eine Stufe tiefer", lobte er ebenfalls die Kontinuität in der Vereinsführung beim Jubelverein.

Feid ist seit mehr als 20 Jahren Vorsitzender, Grabowski ebenso lange schon Spartenleiter Alte Herren, und Barth erledigt schon zwei Jahrzehnte lang die Kassengeschäfte. Zahlreiche Vereinsmitglieder wurden zudem für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Männergesangverein, dem Kirchenchor sowie dem Vocal-Ensemble Canto.

Zum Thema:

AUF EINEN BLICKEhrungen durch den Saarländischen Fußballverband: Verbandsehrennadel Gold: Heribert Feid, Gisbert Barth und Werner Grabowski; VEN Bronze: Marianne Kuhn, Stefan Klauck.Mitglieder-Ehrungen durch den Verein: 60 Jahre: Theo Becker, Alois Nickels, Albert Paulus, Alfred Paulus, Karl Heinz Paulus, Alois Petit; 50 Jahre: Manfred Wilhelm, Frank Wilhelm; 40 Jahre: Gerhard Eiden, Alfons Kuhn, Klaus Paulus, Volker Paulus, Bernd Paulus, Siegbert Schmitt, Manfred Schunk, Joachim Steinmetz, Rüdiger Straub, Gerd Stroh; 25 Jahre: Tobias Emmerich, Christian Hoffmann, Werner Horn, Marianne Kuhn, Marcel Petit, Johannes Stroh. eb