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Umweltministerium fördert Sanierung des Abwassersystems in Nonnweiler mit 175000 Euro

Geld für Nonnweiler : Fördermittel entlasten Kläranlage und Geldbeutel

Teil der Aktion Wasserzeichen: 175 000 Euro fließen in das Primstaler Kanalnetz.

Das Umweltministerium hat der Gemeinde Nonnweiler einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 175 000 Euro gewährt. Als Teil der „Aktion Wasserzeichen“ soll das Abwassersystem im Ortsteil Primstal saniert werden, um den hohen Niederschlags- und Fremdwasseranteil im Wasser zu senken. Das teilt ein Sprecher des Ministeriums mit.

Die Notwendigkeit der Maßnahmen habe das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) am Abwasserkataster nachgewiesen. „Mit dem Konzept sollen der Wasserhauptsammler des Entsorgungsverbands Saar (EVS) sowie die Kläranlage Primstal entlastet werden“, heißt es in einer Mitteilung. Im Einzelnen beinhalte das Sanierungskonzept Schachtsanierungen, Reparaturen und Renovierungen in mehreren Straßen. Damit soll die Menge an Niederschlags- und Fremdwasser, die ansonsten in den nachgeschalteten Kläranlagen ankommt, stark reduziert werden, erläutert ein Sprecher des Ministeriums.

Umweltminister Reinhold Jost (SPD) begrüßt das Vorhaben. Er sagt: „Die Maßnahmen tragen nicht nur aktiv zum Umweltschutz bei, sondern helfen auch den Kläranlagen. Zu viel Fremdwasser führt zu Beeinträchtigungen im Gewässerschutz und in der Wirtschaftlichkeit der Werke. Wenn wir Fremdwasser in den Abwasserkanälen reduzieren, entlasten wir damit die Kläranlagen und den Geldbeutel der Gebührenzahler.“

Fremdwasserentflechtungs- und Sanierungsmaßnahmen werden durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit der „Aktion Wasserzeichen“ mit 50 Prozent gefördert, um die Leistungsfähigkeit von Abwasseranlagen zu steigern. Das notwendigen Geld für das Förderprogramm werde aus der Abwasserabgabe zur Verfügung gestellt.