Tag und Nacht im Einsatz für die Gemeinde

Tag und Nacht im Einsatz für die Gemeinde

Nonnweiler. Eine dünne Schneeschicht hat sich über den Gehweg vor dem Nonnweiler Rathaus gelegt. Ein Mitarbeiter des Bauhofes räumt den Schnee weg, streut Salz, damit niemand rutscht und hinfällt. Der Winterdienst an Bürgersteigen und gemeindeeigenen Plätzen ist eine Aufgabe des Nonnweiler Bauhofes. Für die Straßen im Gemeindegebiet ist der Bauhof allerdings nicht zuständig

Nonnweiler. Eine dünne Schneeschicht hat sich über den Gehweg vor dem Nonnweiler Rathaus gelegt. Ein Mitarbeiter des Bauhofes räumt den Schnee weg, streut Salz, damit niemand rutscht und hinfällt. Der Winterdienst an Bürgersteigen und gemeindeeigenen Plätzen ist eine Aufgabe des Nonnweiler Bauhofes. Für die Straßen im Gemeindegebiet ist der Bauhof allerdings nicht zuständig.Die kalte Jahreszeit nutzen die 13 Beschäftigten des Nonnweiler Bauhofes aber auch, um Hecken an Wegrändern frei zu schneiden, Wassergräben zu fräsen und Straßenbanketten zu pflegen. "Zudem ist dies auch eine gute Zeit, um Unterhaltungsarbeiten in Gemeindegebäuden zu machen", sagt Frank Feid, seit fast zwei Jahren Leiter des Bauhofes. Im SZ-Gespräch berichtet er über die Arbeit des gemeindeeigenen Betriebes. In allen Kommunen des Landkreises übernehmen die Bauhöfe diese und ähnliche Arbeiten.Der Bauhof ist für die Pflege und Unterhaltung der Gemeindeflächen und -plätze zuständig, zum Teil auch für die Gebäude, wenn es um kleinere Reparaturarbeiten geht.25 Hektar Grasflächen gehören dazu, die fünf Mal im Jahr gemäht werden. "Die Mähkolonne mit vier bis fünf Mitarbeitern ist von Ende April bis Ende September im Einsatz", so Feid. Da in Primstal die Vegetationszeit etwa ein bis zwei Wochen früher beginnt als in den höher gelegenen Ortsteilen wie Bierfeld und Sitzerath, beginnen die Mäharbeiten in Primstal. 150 Kilometer sind die Feld- und Waldwege lang, die der Bauhof pflegen muss. Hilfreich ist da eine spezielle Maschine, ein Uni-Arm, der im Frontbereich eines Unimogs montiert ist. Der kann mähen, Hecken schneiden und Rinnen reinigen. Den Uni-Arm hat die Gemeinde im vergangenen Jahr für 40 000 Euro erneuert, ebenso einen speziellen Seitenmulcher.Jede Woche leeren die Mitarbeiter zudem Mülleimer. 70 hat die Gemeinde aufgestellt. Bürgersteig-Rinnen und Plätze müssen gekehrt werden. Auf den Friedhöfen ist der Bauhof zuständig für das Abräumen und Anlegen der Rasengräber. Kanäle kontrollierenFeid: "Nach jedem Starkregen kontrollieren wir auch 60 bis 70 Kanaleinläufe, damit sich diese nicht zusetzen und das Wasser ablaufen kann." Eine Bereitschaft ist 365 Tage rund um die Uhr erreichbar. Die zehn Brunnen der Gemeinde müssen vier Mal im Jahr gereinigt werden, Weihnachtsbäume und die dazugehörige Beleuchtung auf- und abgebaut werden.Der Bauhof ist auch zuständig für Fundtiere. Etwa 20 werden in jedem Jahr gemeldet, die in einem eigenen Zwinger untergebracht werden.Die Pflege und Unterhaltung der Spielplätze, der Wanderwege, der Radwege, des Verkehrskreisels Otzenhausen, all das macht der Bauhof. Ebenso schaut er nach den 120 Ruhebänken in der Gemeinde. "Die Arbeit wird nicht weniger", weiß Feid.Wichtig ist Feid die Zusammenarbeit mit den Ortsvorstehern. Diese melden Aufgaben für den Bauhof und bekommen auch Bescheid, wann diese erledigt werden können. Feid: "Wir versuchen, alle Aufträge innerhalb einer Woche zu bearbeiten, zwei Drittel in einer Woche sogar abzuarbeiten. Das haben wir erreicht."13 Mitarbeiter hat der Nonnweiler Bauhof. Einmal in der Woche setzen sie sich zusammen, bereden die abgeschlossen Arbeiten und planen die neuen. "Mir ist wichtig, dass die Mitarbeiter in die Entscheidungen mit eingebunden sind und eigenverantwortlich handeln", sagt Feid. So habe man auch gemeinsam einen langfristigen Geräte- und Beschaffungsplan ausgearbeitet. Bürgermeister Hans-Uwe Schneider lobt den Gemeindebauhof: "Die Mitarbeiter sind fleißig, hoch motiviert und zeigen eine große Eigenverantwortung."

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