Tag der offenen Tür beim Löschbezirk Primstal

Tag der offenen Tür : Freiwillige helfen Feuerwehr spontan beim Aufbau

Die Primstaler Feuerwehr hatte drei Tage lang ihre Türen für Besucher geöffnet. Drei Tage vor Veranstaltungsbeginn wütete ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Der Einsatz dauerte mehr als 24 Stunden.

„Die Vorbereitungen zum Fest gerieten in den Rückstand“, teilte Sprecher der Feuerwehr der Gemeinde Nonnweiler, Manfred Koch, mit.

Für Abhilfe sei jedoch schnell gesorgt worden. Denn beim Aufbau  für das Fest waren spontan zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine zur Stelle, die tatkräftig mit anpackten, berichtete Koch weiter. Ebenso übernahmen die Vereine Dienste an den Ständen während der Veranstaltung. Löschbezirksführer Thomas Gläser lobte den vorbildlichen Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft bei seiner Ansprache am Fest und dankte den Vereinen. Auch Bürgermeister Franz Josef Barth (SPD unterstützt) blickte in seinem Grußwort zunächst auf den Großbrand zurück. Er bedankte sich bei allen am Einsatz Beteiligten sowie bei den Anwohnern für die Unterstützung der Einsatzkräfte. Dies zeuge von einem hohen Maß an Solidarität.

Kreisbrandinspekteur Dirk Schäfer, der den gesamten Einsatz begleitet hatte, war ebenfalls beeindruckt von der Dorfgemeinschaft, teilt Manfred Koch weiter mit. Gemeinsam mit Landesbrandinspekteur Timo Meyer zeichnete Schäfer Brandmeister Thomas Gläser für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Bronzenen Feuerwehr-Ehrenzeichen und Brandmeister Patrick Aatz für 35 Jahre Feuerwehrdienst mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen des Saarlandes am Bande aus.

„Die beiden geehrten Führungskräfte sind in der Jugendfeuerwehr groß geworden“, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes und Ehrenlandesbrandinspekteur Bernd Becker. Er blickte auch zurück auf das 45-jährige Bestehen der Nachwuchsorganisation des Löschbezirks Primstal. Becker selbst hatte die Jugendfeuerwehrgruppe in seinem Heimatort Primstal im Jahr 1974 gegründet.

Zwischen zwei Feuerwehrautos präsentieren sich alle Ehrengäste und Geehrte auf einen Blick. Foto: Manfred Koch

Ohne eine fundierte Nachwuchsarbeit sei der Brandschutz heutzutage nicht mehr zu gewährleisten, hob Becker hervor. Zudem zeichnete er im Namen des Landesfeuerwehrverbandes Oberlöschmeister Hubertus Heck und Hauptfeuerwehrmann Helmut Zarth für jeweils 50 Jahre Feuerwehrdienst aus. Den Ehefrauen der Jubilare wurden Blumensträuße überreicht.