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SZ-Leser-Reporter: Ärger um Winterdienst in Primstal

SZ-Leser-Reporter : Ärger um Winterdienst in Primstal

Parkplatz hat Streustufe eins, wird aber regelmäßig nicht geräumt. Es kam bereits zu folgenschwerem Sturz.

Rutschpartie für Fußgänger und Autofahrer: Eine dicke Eisschicht bedeckt den Parkplatz in der Hauptstraße 26 in Primstal. Doch von einem Räumdienst ist keine Spur. Darüber ärgern sich Zahnarzt Michael Rupp, Physiotherapeut Horst Assheuer und Podologin Ingrid Kirsch-Döring, deren Kunden auf eben jenem Platz ihre Autos abstellen.

Zuständig für den Winterdienst in diesem Bereich ist die Gemeinde Nonnweiler. Doch die kümmere sich nicht darum, beklagen die drei Praxis-Inhaber in einem Schreiben an die Saarbrücker Zeitung. Darin heißt es: „Vor zirka zwei Jahren stürzte eine Frau auf dem Parkplatz und musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden.“ Kurz darauf seien vier Personen angerückt, um die Fläche von Schnee und Eis zu befreien. „Seit diesem Ereignis ist der Winterdienst absolut mangelhaft.“ Auch mehrere Anrufe bei Gemeinde hätten daran nichts geändert. „Die Ausrede ist immer die gleiche: Der Parkplatz wäre dauernd belegt. Was aber nicht stimmt“, betonen die drei Anlieger.

Auf SZ-Nachfrage bestätigt ein Mitarbeiter der Verwaltung jedoch genau dies. Die betroffene Fläche sei zwar grundsätzlich als Streustufe eins eingestuft – sprich sie werde vom Winterdienst zuerst angefahren. Allerdings sei der Parkplatz sehr oft zugestellt, sodass eine Räumung nicht möglich sei. Dennoch möchte die Gemeinde die Situation verbessern. „Wir versuchen, den Parkplatz künftig mit einem kleineren Streufahrzeug von Eis und Schnee zu befreien. Beziehungsweise werden Mitarbeiter des Bauhofes die Fläche von Hand räumen und streuen“, verspricht der Mitarbeiter.

Er richtet in diesem Zusammenhang aber auch noch einen Appell an alle Autofahrer: Sie sollen bei der aktuellen Witterung beim Abstellen ihrer Wagen bitte Rücksicht auf die Räumfahrzeuge nehmen. Es komme sehr häufig vor, dass Straßen zugeparkt seien und mehrfach angefahren werden müssten. „Das führt im Ablauf des Winterdiensteinsatzes teils zu erheblichen Verzögerungen“, so der Gemeinde-Mitarbeiter.