Spiegelglatte Landstraße: Holzsattelschlepper prallt in Kneipe

Spiegelglatte Landstraße: Holzsattelschlepper prallt in Kneipe

Obwohl die L 149 in diesem Abschnitt nur für Lastwagen bis 7,5 Tonnen zugelassen ist, hat ein Brummifahrer die Strecke für sein viel schwereres Gefährt genutzt. Das kommt ihn nun teuer zu stehen. Der Schaden durch den Unfall ist beträchtlich.

Bei einem Verkehrsunfall auf eisglatter Fahrbahn ist in der Nacht auf Dienstag ein Schwertransporter in ein Haus gerast. Wie die Waderner Polizei berichtet, kam der Sattelschlepper gegen 2.20 Uhr über die L 149 von Nonnweiler . Im Waderner Ortsteil Kostenbach geriet der mit Holzstämmen beladene Laster in einer scharfen Rechtskurve von der Strecke ab und rammte das Gasthaus Adams. Die Zugmaschine durchschlug dabei die Wand in der ersten Etage. Die Scheiben der Gastwirtschaft im Parterre wurden eingedrückt.

Der Fahrer aus Losheim sowie sein Merziger Begleiter (beide 34) erlitten leichte Verletzungen. Bewohner blieben verschont. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die späten Vormittagsstunden an. Die Ermittler gehen in einer ersten Schätzung von 100 000 Euro Schaden aus.

Auch bei anderen Witterungsverhältnissen hätte der Holzsattelschlepper einer Dillinger Firma die Strecke nicht passieren dürfen, wie die Polizisten informieren. Denn die Landstraße ist lediglich für Laster bis 7,5 Tonnen zugelassen. Nach ersten Schätzungen hatte der verunglückte Transporter aber bis zu 30 Tonnen geladen. Warum der Fahrer dennoch diese Passage wählte, müssen die Beamten erst noch herausfinden.

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