Schuppen wird Raub der Flammen

60 Feuerwehrleute haben am Mittwochabend den Brand eines Geräteschuppens bekämpft. Dieser war nicht zu retten. Die Einsatzkräfte konnten aber das Übergreifen der Flammen auf ein Wohnhaus verhindert. Verletzt wurde niemand.

Donnerstagmorgen: Von dem Gerätschuppen sind nur noch einige verkohlte Holzpfosten übrig geblieben. Ein völlig zerstörter Traktor ist mit einer Ascheschicht bedeckt. Bäume und Boden sind schwarz verbrannt. Spuren der Flammen, die 60 Feuerwehrleute in der Nacht bekämpft haben.

Um 18.31 Uhr am Mittwochabend löste die Leitstelle Saar Alarm aus. Als die ersten Einsatzkräfte in der Straße Brühlrech in Braunshausen eintrafen, stand der U-förmige Geräteschuppen samt Gartenhaus voll in Flammen, das Feuer hatte bereits auf Bäume in unmittelbarer Nähe übergegriffen. Der starke Funkenflug habe ein angrenzendes Wohnhaus stark gefährdet, heißt es im Einsatzbericht der Wehr.

Mit Hilfe eines Schaumteppichs schirmten die Einsatzkräfte das Dach des Wohnhauses von den Funken ab. Fünf Trupps waren zur Brandbekämpfung mit schwerem Atemschutz parallel im Einsatz.

Zur Löschwasserversorgung nutzten die Feuerwehrleute nicht nur das Trinkwassernetz, sie verlegten auch eine Schlauchleitung über eine längere Strecke zum Schwarzenbach. Das Team der Atemschutzwerkstatt, das aus allen Löschbezirken der Gemeinde besteht, sorgte für Nachschub an Atemluftflaschen und Masken.
Erschwerte Bedingungen

 Immer wieder musste die Wehr Glutnester bekämpfen.
Immer wieder musste die Wehr Glutnester bekämpfen.

In dem Gebäude aus Holz waren laut Feuerwehr ein Traktor, verschiedene Autoersatzteile, Brennholz und Gartengeräte abgestellt. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch den Zusammenbruch der Holzkonstruktion. Wegen einer Vielzahl der im Schuppen gelagerten Gegenstände flammten immer wieder Glutnester auf. Das Gerätehaus wurde ein Raub der Flammen. "Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte abgewendet werden. Verletzt wurde niemand", so die Bilanz der Nonnweiler Feuerwehr. Die Brandwache bis in den Morgen übernahmen im Wechsel die Löschbezirke Braunshausen und Schwarzenbach. Zur Brandursache und Schadenshöhe gab es gestern noch keine Ergebnisse. Die Ermittlungen hat der Kriminaldienst der Polizei in St. Wendel aufgenommen.

Im Einsatz waren: 60 Feuerwehrleute der Löschbezirke Bierfeld, Braunshausen , Kastel, Nonnweiler, Otzenhausen, Primstal und Schwarzenbach mit zwölf Fahrzeugen. Außerdem Rettungskräfte des DRK aus Otzenhausen, Primstal und Theley sowie Beamte der Polizeiinspektionen Nohfelden und Illingen.