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Rotwild-Hegegemeinschaft Hochwald ruft zur Rücksichtnahme auf

Vorsicht beim Spaziergang : Hegegemeinschaft ruft zur Rücksichtnahme auf Wildtiere auf

Spaziergänger im Wald sollten darauf achten, Hirsch und Co. nicht aufzuscheuchen.

Die Rotwild-Hegegemeinschaft Hochwald bittet darum, in den verschneiten Waldgebieten des Hochwaldes Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen. „Vornehmlich sind Rothirsche in der Zwickmühle, denn viele Waldbesucher brechen derzeit zu winterlichen Spaziergängen und Wanderungen in den verschneiten Hochwald auf“, weiß Jörg Lohrig. Der Leiter der Hochwild-Hegegemeinschaft rät, nicht bei Dämmerung in den Wald zu gehen, die Wege nicht zu verlassen und vor allem die Hunde angeleint mitzuführen. Ein Fehlverhalten könne für wildlebende Tiere zu erheblichen Problemen führen.

Die im Saarland nur noch in den geschlossenen Waldgebieten des Hochwaldes vorkommenden Rothirsche haben zwar ein Nahrungskonzept für den Winter, aber das funktioniere nur, wenn die Tiere in ihren Lebensräumen auch die entsprechende Ruhe vorfinden. Um ihren Organismus warm zu halten, benötigen diese bis zu 250 Kilogramm schweren Tiere mehr Energie. In der winterlichen Zeit finden sie aber viel weniger Nahrung als in den Sommermonaten. Der Rothirsch versucht, seinen Organismus anzupassen. Seine Verdauungsorgane schrumpfen. Die Körpertemperatur in diesen lebenswichtigen Organen wird aufrechterhalten, die Temperatur der Extremitäten aber stark abgesenkt. Jede unnötige Flucht verbraucht in dieser nahrungsarmen Zeit dringend benötigte Energie. „Und wenn diese Tiere nun aufgescheucht werden und flüchten müssen, wird enorme Energie verbraucht. Häufige Störungen lösen enormen Stress aus“, klärt Lohrig auf und hofft zugleich auf ein angepasstes Zusammenleben der Waldbenutzer mit den Wildtieren.