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Rauch kann Einsatzkräften nichts anhaben

Rauch kann Einsatzkräften nichts anhaben

Neben den Feuerwehrleuten beteiligten sich auch die Helfer des DRK-Ortsvereins an der Übung. Zwei Kinder und ein Betreuer mussten bei starker Rauchentwicklung aus dem Kita-Gebäude gerettet werden.

Personenrettung unter schwerem Atemschutz. Foto: Birtel. Foto: Birtel

Der Löschbezirk Primstal hat seit März ein neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug. Dieses rückt aufgrund seiner Ausstattung sowohl im Fall eines Brandes als auch in Sachen technischer Hilfeleistung jeweils als erstes Einsatzfahrzeug aus. Dies war jüngst auch bei der Jahresabschlussübung der Fall. An der nahmen neben den Einsatzkräften der Feuerwehr auch die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vom Ortsverein Primstal teil.

Angenommene Lage: Im Gebäude der Kindertagesstätte "Arche Noah" war ein Feuer ausgebrochen, das sich bei starkem Rauch rasch auszubreiten drohte. Nachdem die Leiterin den Notruf abgesetzt hatte, löste die Leitstelle Saar über Meldeempfänger Alarm aus. Kinder und Personal hatten das Gebäude zügig verlassen und sich zu einem für Notfälle eingerichteten Sammelpunkt begeben. Zwei Kinder und ein Betreuer waren jedoch vermisst. Es war anzunehmen, dass sie sich noch im Gebäude befanden.

Nach wenigen Minuten trafen die Einsatzkräfte der Feuerwehr ein, dicht gefolgt vom Krankentransportwagen des DRK. Ein Trupp des Löschbezirks ging unter Atemschutz ins Gebäude , um zu löschen und die vermissten Personen zu suchen. Draußen blieb ein Rettungstrupp in Reserve, um bei Bedarf sofort eingreifen zu können. Durch den starken Rauch wurde die Suche nach den Vermissten erheblich erschwert. Dennoch fanden die Retter die beiden Kinder und ihren Betreuer und brachten sie ins Freie. Dort kümmerten sich die Helfer des DRK um die Erstversorgung.

Zur Optimierung der Brandbekämpfung war eine zweite Wasserversorgung aufgebaut worden. Bald folgte die finale Meldung "Brand vollständig gelöscht". Im Anschluss daran wurde das Gebäude vom Rauch befreit.

Zahlreiche Zuschauer waren gekommen, um den Rettern zuzuschauen. Der gesamte Ablauf wurde von DRK-Kreisbereitschaftsleiter Berthold Wagner und Oberbrandmeister Dieter Becker über Mikrofon erläutert. Als Übungsbeobachter fungierten außerdem Ehrenlandesbrandinspekteur Bernd Becker, Brandinspekteur Dirk Schmidt, Bürgermeister Franz Josef Barth sowie Wehrführer Frank Feid, der stellvertretende Ortsvorsteher Klaus Kuhn und der Hausherr der Kindertageseinrichtung, Pfarrer Hans-Ludwig Leininger.