Queen-Klassiker einmal anders

Themen markanter Queen-Hits sinfonisch durchgearbeitet und zu einem sechssätzigen Werk kombiniert. Das ist „The Queen Symphony“ von Tolga Kashif. Die gab es jetzt in der Pfarrkirche Primstal zu hören.

Classic Rock im wahrsten Sinne des Wortes durften Besucher der Pfarrkirche Primstal am vergangenen Wochenende miterleben. Dort nämlich spielten versierte Musiker und Musikerinnen "The Queen Symphony" von Tolga Kashif an zwei Abenden im komplett ausverkauften Gotteshaus. Gestaltet wurde das Konzert unter der Gesamtleitung von Mario Düpre von den Pfarrkapellen Primstal und Schwarzenbach sowie dem Friedrich-Spee-Chor aus Trier, die sich vor Beginn der Symphony dem Publikum erst einmal einzeln präsentierten.

Das Orchester, bestehend aus zwei Kapellen stellte sich mit dem Stück "Beyond the Horizon" von Rossano Galante vor. Die Männer und Frauen des Friedrich-Spee-Chors bewiesen ihr Können mit "Lux Aurumque" von Eric Whitcare. Erst danach ging es los mit "The Queen Symphony". Doch wer eine einfache Wiedergabe der großen Queen-Klassiker wie "Bohemian Rhapsody" oder "We will rock you" erwartet hatte, der wurde überrascht. Bei dem Werk von Tolga Kashif handelt es sich nämlich nicht um eine Aneinanderreihung von Queen-Songs, die von einem sinfonischen Orchester gespielt werden. Vielmehr wurden die Themen markanter Hits der Gruppe sinfonisch durchgearbeitet und zu einem sechssätzigen Werk zusammengestellt.

Eröffnet wurde mit dem ersten Satz, dessen Hauptmotive das Thema von "Radio Gaga" und der Refrain von "The show must go on" waren. Sie entwickelten sich aus einem dichten Klanggefüge, dessen Wirkung durch den lyrischen Charakter von "One world, one vision" noch verstärkt wurde, bevor der gesamte Satz in "I was born to love you" ausklang. Doch eine Atempause gab es nicht, denn Orchester und Chor gingen gleich über zum nächsten Part. Hier waren "Love of my life", "Another one bites the dust" und "Killer Queen" die Songs, die den Satz beherrschten. Sentimentaler wurde es danach im Adagio. Violine und Cello spielten ihre Version von "Who wants to live forever" und wurden dabei mit einer elegischen Begleitung durch das Orchester unterstützt.

Wesentlich rasanter ging es dann in den nächsten beiden Sätzen zu, denn hier waren es "Bicycle race", "Bohemian Rhapsody" und "We will rock you", die von Orchester und Chor zu einem gigantischen Klanggebilde verwoben wurden, das in einem triumphalen "We are the champions" und der Reprise des Kopfmotivs "Who wants to live forever" gipfelte. Der letzte Satz und somit das Ende des Konzertes gehörte ganz einer inoffiziellen Hommage an Queen und dem Thema "Who wants to live forever".

Für das gelungene Konzert, das die Klassiker von Queen einmal in ganz anderem Gewand präsentierte, ernteten die Musiker und Musikerinnen viel Applaus und stehende Ovationen von einem ganz und gar begeisterten Publikum.