Primstal siegt und fiebert dem Endspiel entgegen

Primstal siegt und fiebert dem Endspiel entgegen

"Fiiiinaaaale, oooho!" sangen die Kicker des Fußball-Saarlandligisten VfL Primstal am Sonntag nach dem nicht unbedingt erwartbaren 3:2-Auswärtserfolg bei Angstgegner SV Bübingen und jubelten ausgelassen. Denn der Sieg hat eine Folge: Am kommenden Samstag, 18 Uhr, steigt im Primstaler Allerswaldstadion das Endspiel um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga. Und in diese Partie geht Primstal als Tabellenführer (64 Punkte) mit einem Zähler Vorsprung auf Konkurrent FV Eppelborn. Schon mit einem Unentschieden wäre der VfL also durch, eine Niederlage würde das Nachsitzen in der Relegationsrunde mit den Zweitplatzierten der Verbandsliga Südwest und der Rheinlandliga bedeuten. "Wir haben jetzt das, was wir wollten und machen mit der Kür einfach weiter", sagt VfL-Trainer Andreas Caryot.

In Bübingen stand Primstal lange unter Druck, hielt dem aber stand. Fünf Minuten vor Schluss beförderte Pascal Limke den Ball nach einem Zuspiel von Tobias Scherer zum umjubelten 3:2-Siegtreffer ins Netz. "Mit dem ersten Sieg in Bübingen haben wir ein Trauma ablegen können. Aber es ist spannend bis zum Schlusspfiff gewesen", sagte Caryot.

In der guten Anfangsphase des VfL brachten Torjäger Lukas Biehl und Scherer den Ball zunächst nicht an Bübingens Schlussmann Marco Curcio vorbei - und gerieten dann prompt durch Marcel Schorr (12. Minute) mit 0:1 in Rückstand. "In der Aktion vor dem Gegentreffer haben wir ganz schlecht verteidigt", monierte Caryot.

Es dauerte dann zehn Minuten, bis Primstal zurückschlug. Scherer glich nach Vorarbeit von Limke und Tobias Zimmer zum 1:1 (22. Minute) aus. "Warum wir dann erneut den Einsatz so zurückfahren, habe ich nicht verstanden", grübelte Caryot. Die Folge: Unbedrängt bestrafte Nils Cuccu die nachlässigen Primstaler mit der erneuten Führung für die Platzherren (28. Minute).

In der Halbzeitpause richtete Caryot deutliche Worte an seine Akteure. "Ich wollte unsere gute Ausgangsposition mit einem Sieg sichern", sagte der Trainer, der zudem seine Formation umbauen musste. Für den verletzten Verteidiger Felix Schröder (Zerrung) schickte er zum zweiten Abschnitt Angreifer Julian Scheid aufs Feld.

Dieser Offensivplan sollte sich bezahlt machen. Scheid traf aus dem Gewühl im Strafraum heraus zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich (53. Minute) und ebnete somit den Weg zum späteren Erfolg. "Wir haben weiter voll auf Sieg gespielt und uns belohnen können", stellte Caryot fest. Die Ausgangslage für das Endspiel sei nun optimal, seine Mannschaft werde sich nun sehr konzentriert auf kommenden Samstag vorbereiten.

Mehr von Saarbrücker Zeitung