„Opa“ Noß will es noch mal wissen

Primstal · Eigentlich hatte Torwart Stefan Noß vom VfL Primstal im vergangenen Sommer seine Karriere beendet. Doch in der Hallenrunde zog der 42-Jährige noch einmal die Handschuhe an – und schaffte mit dem VfL prompt die Masters-Qualifikation.

 Mit 41 Jahren war Stefan Noß bereits im vergangenen Jahr der älteste Spieler des Masters. Dennoch musste er sich mit Primstal erst im Siebenmeterschießen geschlagen geben. Foto: Schlichter

Mit 41 Jahren war Stefan Noß bereits im vergangenen Jahr der älteste Spieler des Masters. Dennoch musste er sich mit Primstal erst im Siebenmeterschießen geschlagen geben. Foto: Schlichter

Foto: Schlichter

Bei seinem letzten Masters-Qualifikationsturnier wurde Fußball-Saarlandligist VfL Primstal am Sonntag in Losheim durch ein 4:2 im kleinen Finale Dritter. Im Tor stand dabei, wie bei vier anderen Hallenturnieren auch, der 42-Jährige Stefan Noß. "Das war ein ganz schön anstrengendes Wochenende", berichtet der Schlussmann lachend.

Denn Noß stand nicht nur am Sonntag beim VfL im Kasten, am Samstagabend spielte er auch noch in der Handball-Bezirksliga für die Black Bulls aus Alsweiler. "Ich habe in der Jugend mal Handball gespielt und dann vor eineinhalb Jahren wieder damit angefangen", erzählt Noß. Normalerweise spielt er bei den Black Bulls in der zweiten Mannschaft. Der jüngste Einsatz kam unverhofft. "Am Samstag wollte ich mir eigentlich nur das Spiel der ersten Mannschaft anschauen, aber weil es ein paar Personalprobleme gab, bin ich dann eingesprungen", sagt Noß.

Im vergangenen Jahr im Finale

Ganz so gut wie die bisherige Hallenrunde mit Primstal lief der Handball-Abend für Noß aber nicht. Die Black Bulls unterlagen Tabellenführer TV Birkenfeld/Nohfelden 15:33. Dabei musste Noß aber nicht 33 Mal hinter sich greifen. Denn beim Handball steht er nicht im Kasten, sondern agiert als "Allzweckwaffe" im Feld. "Ich habe schon alle Positionen durch, nur im Tor war ich noch nie." Zumindest beim Handball .

Beim Fußball ist das anders. Da wird Noß an diesem Sonntag wieder zwischen den Pfosten stehen, wenn der VfL zum insgesamt dritten Mal und zum zweiten Mal in Folge beim Masters des Saarländischen Fußballverbandes aufläuft. Im vergangenen Jahr erreichte Noß mit seiner Mannschaft sensationell das Endspiel und verlor dort erst im Siebenmeterschießen (4:6) gegen den FV Diefflen.

"Es war natürlich ein absoluter Höhepunkt für mich, vor vollem Haus zu spielen. Das ist wie ein Film abgelaufen und war ein tolles Erlebnis", berichtet Noß. "Mit dem Finaleinzug hat damals natürlich niemand von uns gerechnet." Noß war damals mit 41 Jahren bereits der älteste Spieler auf dem Hallenparkett. "Auch dieses Mal werde ich wohl wieder der Opa sein", erklärt der Schlussmann lachend. "Aber so lange mir das Trikot noch passt, habe ich kein Problem damit, mich auf den Platz zu stellen."

Ob es für den VfL am Sonntag wieder zum Endspiel-Einzug reichen wird, ist schwer zu sagen. Trotz der guten Platzierung aus dem Vorjahr zählen die Rot-Schwarzen nicht zu den Top-Favoriten. Diese Rolle haben die Primstaler Ligakonkurrenten SV Auersmacher und FV Diefflen inne. "Mein persönliches Ziel ist es, ins Halbfinale zu kommen", sagt Noß. Das sollte machbar sein. In der Vorrunde trifft sein Team auf den SV Mettlach, den SV Bübingen und die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim.

Am Mittwoch gewann der VfL auf dem Feld sein erstes Vorbereitungsspiel nach der Winterpause. Gegen Verbandsligist FV Lebach gab es nach einem 0:3-Rückstand noch einen 5:3-Erfolg.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort