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Neues Hochwälder Heft über die Vögte

Neues Hochwälder Heft über die Vögte

Die historsiche Rolle der Vögte, die als Landadel die Entwicklung des gesamten Nahegaus beeinflussten: Davon berichtet das 49. Hochwälder Heft. Autor Udo Freiherr Vogt von Hunolstein befasst sich seit '96 mit dem Thema.

Der Verein für Heimatkunde Nonnweiler hat das 49. Hochwälder Heft zur Heimatgeschichte herausgegeben. Es trägt den Titel: Kurz-Geschichte der Vögte von Hunolstein und ihr Wirken in Sötern. Das teilt der Verein mit.

Die historische Rolle der Vögte von Hunolstein ist laut Heimatkundeverein nicht nur die des lokalen Landadels, vielmehr wirkten diese an der Entwicklung des gesamten Nahegaues mit. Darüber gelangten Vertreter des Geschlechtes in Reichs -und Kirchenämter und konnten so Entscheidungsprozesse mit beeinflussen. Mit der Heirat des Johann VI. von Hunolstein im 16. Jahrhundert mit Elisabeth von Hagen, Enkelin des letzten Junkers Mohr von Sötern, kamen die Vögte in den Besitz der Herrschaft Eberswald. Vogt Johann IV. erbaute auch im Jahr 1578 die evangelische Kirche in Sötern, die stets eine besondere Beziehung zum Geschlecht der Hunolsteiner hatte.

Johann VI. und Elisabeth von Hagen nahmen in der Geschichte der Familie einen besonderen Platz ein. Elisabeth von Hagen übernahm nach dem Tod ihres Mannes übrigens auch die Regierung über Züsch, die sie dann bis zur Volljährigkeit ihres ältesten Sohnes Johann Schweikart im Jahre 1589 ausübte.

Sie wohnte zunächst in Merxheim, siedelte aber nach Sötern um, als ihr ältester Sohn Johann Schweikart 1583 heiratete. Im Jahr 1591 kehrte sie nach Merxheim zurück, verzog später aber in das Hilchenhaus in Lorch. 1602 übersiedelte sie wieder nach Sötern, wo sie am 27. Dezember 1602 in ihrem Schloss verstarb. Drei Tage danach wurde sie im Grabgewölbe der dortigen Pfarrkirche beigesetzt.

Obwohl die Vögte von Hunolstein nur etwas länger als eineinhalb Jahrhunderte die Herrschaft über Sötern ausgeübt haben, gibt es viel zu berichten, zumal der letzte herrschende Vogt von Hunolstein durch ein Testament angeblich die Herren von Dürkheim zu seinen Erben berufen und damit die Herrschaft der Familie über Sötern beendet haben soll. Die Erörterung dieses Testaments und der Streit mit den Herren von Dürckheim wird ein wesentlicher Teil dieser Arbeit sein.

Der Autor, Udo Freiherr Vogt von Hunoltstein aus der Linie Stein-Kallenfels, zuletzt Richter am Oberlandesgericht München , befasst sich seit seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1996 eingehend mit der Familiengeschichte der Vögte von Hunolstein.

Das Heft, 195 Seiten mit 29 Farbdruckseiten kostet 15 Euro und ist bei Elisabeth Mendel, Tel. (0 68 71) 78 51 und beim Verein für Heimatkunde (E-Mail:

edgar.schwer@t-online.de), im regionalen Buchhandel und bei den Tourist-Informationen Nohfelden und Nonnweiler erhältlich.