1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Nonnweiler

Neue Räumlichkeiten am Freizeitzentrum Peterberg in Braunshausen eröffnet

Die Saison kann beginnen : Neue Räumlichkeiten am Freizeitzentrum Peterberg eröffnet

Viel Aufmerksamkeit hat das Freizeitzentrum am Fuße des Peterbergs am Montagmorgen erhalten. Knapp zwei Wochen vor der Kommunalwahl ließen sich etliche Politiker bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in der Talstation blicken.

Neben Nonnweilers Bürgermeister Franz Josef Barth (parteilos, SPD-unterstützt), dem Landtagsabgeordneten Magnus Jung (SPD), dem Ortsvorsteher Heinz-Peter Koop (SPD) und Werner Wilhelm (CDU) vom Landkreis St. Wendel, waren auch Vertreter des Gemeinde- und Ortsrates anwesend. Der prominenteste Gast dürfte aber wohl Saarlands Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) gewesen sein.

Sie sieht in der Aufstockung des Gebäudes eine logische Konsequenz des wachsenden Tourismus. Der habe sich nicht nur in der Gemeinde Nonnweiler, sondern in gesamten Landkreis St. Wendel gut entwickelt. Allerdings betonte Rehlinger auch: „Wir sind noch nicht zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Wir haben uns für die Zukunft noch einiges vorgenommen.“ Damit spielte die Ministerin auf das Gutachten zur touristischen Erschließung des Peterbergs an.

Der Umbau der Talstation sei diesem Konzept vorgeschaltet gewesen, füge sich aber passgenau in den weiteren Ausbau ein, versprach Bürgermeister Barth in dem Zusammenhang. Er erklärte, dass die Aufstockung der Talstation dringend notwendig war. „Die bisherigen Räumlichkeiten wurden den Erwartungen unserer Gäste nicht mehr gerecht“, sagte Barth. Zum einen hätten den Mitarbeitern keine angemessenen Büros, Toiletten und Aufenthaltsräume zur Verfügung gestanden. Zum anderen habe man mehr Platz für die Touristen schaffen wollen. In Zukunft soll die zweite Etage den Angestellten zur Verfügung stehen. Im Erdgeschoss soll ein Rotkreuzraum für Notfälle eingerichtet werden. Außerdem ist ein Lager sowie ein Raum mit Schließfächern geplant.

Die Baukosten betrugen 355 000 Euro. Dazu haben das Wirtschaftsministerium 170 000 Euro und der Landkreis 35 500 Euro beigesteuert. 15 Firmen waren am der Umsetzung beteiligt. „Die Ausführung war knifflig“, gab der Rathauschef zu. Vor allem, weil das Zeitfenster begrenzt war. „Wir konnten erst nach Saisonende 2018 starten und zum Beginn der Saison 2019 musste alles fertig sein“, berichtete Barth.

Was genau in den fünfeinhalb Monaten geschehen ist, erläuterte Martin Herzberger, dessen Architektenbüro für den Umbau verantwortlich war. Ziel sei eine Verbesserung der Infrastruktur gewesen. „Dazu mussten wir Erweiterungsflächen schaffen“, sagte Herzberger. Ein Anbau sei zu aufwändig beziehungsweise gar nicht möglich gewesen. Daher habe man sich für eine Aufstockung des Gebäudes entschieden. „Dadurch konnten wir eine neue Nutzfläche von 120 Quadratmetern schaffen“, erklärte der Architekt. Um die Bauzeit möglichst gering zu halten, habe man sich für eine teilvorgefertigte Holzkonstruktion entschieden. Bei den Baumaterialien habe man auf Titan-Zinkblech gesetzt, das sehr nachhaltig sei und den Wettereinflüssen in der Höhenlage standhalte. „Bei der Wandverkleidung haben wir auch ein natürliches Material ausgewählt“, sagte Herzberger. Was die Farben angeht, sollte sich der Aufbau in die Landschaft einfügen. Daher habe man sich für Braun- und Grautöne entschieden, begründete der Architekt.

Zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten ließen sich mehrere Politiker blicken. Auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger war zu Gast. Foto: Sarah Konrad

www.freizeitzentrum-peterberg.de