Musiker beeindrucken mit Musical-Project

Musiker beeindrucken mit Musical-Project

Musical-Sänger David Steines und seine Mitstreiter – alle versierte Amateure – boten beim aktuellen Musical-Project eine Vielfalt ihres musikalischen Könnens. Zahlreiche Songs waren zu hören.

Wenn Aladdin und Mozart sich gemeinsam mit Fußballspielern, jungen Künstlern aus New York und sogar Jesus die Bühne teilen, dann kann das nur eines bedeuten: Das Musical-Project hat wieder ein neues Programm zusammengestellt.

Was sich Musical-Darsteller David Steines und seine Sänger haben einfallen lassen, konnten die Besucher der Benkelberghalle in Sitzerath erleben. Das neue Programm bot nicht nur einen Querschnitt der schönsten Musicals , sondern auch eine Reise durch Zeit und Raum. Die Darsteller brachten ihre Gäste vom alten Ägypten über das Wien des 18. Jahrhunderts bis in das Kinderzimmer eines kleinen Jungen, der in der Gegenwart gerade mit seinen Eisenbahnen spielt.

Los ging es mit "A new world" aus Jason Robert Browns "Songs for a new world". Das Lied war gut gewählt, denn es wird im Chor vorgetragen und gab so allen Sängern die Gelegenheit, sich gemeinsam dem Publikum vorzustellen, ehe sie zu ihren Solos, Duetten oder Terzetten übergingen. Und obwohl alle Mitwirkenden des Musical-Projects, bis auf Initiator David Stein, Amateure und keine Profis sind, merkte man schon bei diesem ersten Song, dass hier keine Anfänger am Werk sind. Der Einstieg wirkte professionell.

Dieser Eindruck bestätigte sich auch im weiteren Verlauf. Stimmgewaltig und in teils sehr aufwendigen Kostümen präsentierten die jungen Frauen und Männer verschiedene Songs aus der Welt der Musicals . Dazu gehörten bekannte Klassiker wie "Mamma Mia" aus dem gleichnamigen Abba-Musical oder "Locomotion" aus "Starlight Express", aber beispielsweise auch ein Stück aus einer Produktion, die erst seit vergangenen Dezember in Deutschland zu sehen ist: "In meiner Welt" aus Disneys "Aladdin".

Leicht hatten es sich die jungen Darsteller mit ihrem neuen Programm nicht gemacht. Neben vielen Gänsehaut- und Gute-Laune-Songs, die allesamt gut beim Publikum ankamen, hatten sich die Sänger zum Teil auch für anspruchsvolle Stücke entschieden, die ihren Interpreten auf der Bühne einiges abverlangten. Dazu gehörten Lieder wie beispielhaft "Getsemani" aus Jesus Christ Superstar, das Dennis Klein aus Schoden bravourös meisterte, aber auch Lieder, die ihre Interpreten nicht nur als Sänger , sondern vor allem auch als Schauspieler forderten. Eines davon war "Wie kann es möglich sein" aus "Mozart!", für das der 15-jährige Philipp Groetzner in die Rolle des von Neid zerfressenen Antonio Salieri schlüpfte und für das Publikum für einige Minuten zu dem alternden Komponisten wurde.

Trotz der großen Auswahl an Liedern aus verschiedenen Produktionen - von "Rent" über "Les Miserable" bis hin zu "Das Wunder von Bern" - kreierten die Mitwirkenden eine gute Balance zwischen den unterschiedlichen Genres. Frenetischer Applaus nach fast jeder dargebotenen Nummer und am Ende der dreistündigen Show bestätigte die Mühen, die sich die durchweg jungen Darsteller gemacht hatten, um ihrem Publikum die facettenreiche Welt des Musicals näher zu bringen.

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