Mariengrotte in Primstal erstrahlt in neuem Glanz

Andachtsstätte : Mariengrotte erstrahlt in neuem Glanz

Die Arbeiten in Primstal sind abgeschlossen. Grotte wird als Ort der Besinnung und des Gebetes aufgesucht.

Die Arbeiten an der Mariengrotte in Primstal sind abgeschlossen. Das teilt die Gemeinde Nonnweiler in einer Pressemitteilung mit. In dieser Mitteilung wird nicht nur auf die Arbeiten eingegangen, sondern auch die Geschichte der Andachtsstätte erzählt.

Vor 120 Jahren wurde in Mettnich eine Grotte zu Ehren der Mutter Gottes erbaut. Maria Becker hatte nach Besuchen der Wallfahrtsstätte Lourdes gelobt, eine Stätte der Marienverehrung in ihrem Heimatort zu errichten. Finanziert wurde das Bauwerk von ihrem Bruder Peter Josef Becker und dessen Ehefrau Anna Maria. Das Gewölbe der Grotte ist aus Eifeler Tuffsteinen gemauert, der Sockel der Marienstatue steht auf einem Originalstein aus Lourdes. Über 90 Jahre war die Anlage in Privatbesitz. Sie wurde von Verwandten und Nachfahren der Erbauer Familie gepflegt.

1991 ging sie in den Besitz der Gemeinde Nonnweiler über. 1995 wurde die Mariengrotte in ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen umgestaltet. Der Ortsrat, Vereine, Einzelpersonen und eine Gruppe von Flüchtlingen aus dem Balkan haben die Arbeiten ausgeführt. Am 17. Mai 1998 feierte die Dorfbevölkerung zusammen mit dem verstorbenen Pater Maldener den 100-jährigen Geburtstag der Grotte mit einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche und einem großen Fest auf dem Dorfplatz.

Der Zustrom der Besucher der Grotte ist heute wie in der Vergangenheit groß. Die Grotte wird als Ort der Besinnung und des Gebetes aufgesucht.

Viele Danktafeln mit der Aufschrift „Maria hat geholfen“ beweisen die Verbundenheit der Bevölkerung mit der Gebetsstätte. Im Marienmonat Mai finden freitagsabends gut besuchte Marienandachten in der Grotte statt.

Der Zahn der Zeit hatte zwischenzeitlich die Außenmauer der Andachtsstätte destabilisiert. Außerdem wurde der Eingangsbereich durch einen Verkehrsunfall stark beschädigt. Die Erneuerung der Begrenzungsmauer verzögerte sich, da die gesamte Anlage unter Denkmalschutz steht und das Landeskonservatoramt eingeschaltet werden musste. Bügermeister Franz Josef  Barth musste laut Pressebreicht mehrere Finanzierungsquellen anzapfen, um 120 000 Euro aufzubringen, die für die Herstellung des historischen Erscheinungsbildes nötig waren. Der Anteil der Gemeinde beläuft sich auf rund 50 000 Euro.

Die 30 Meter lange Mauer wurde mit großen L-Betonelementen befestigt. Sie dienen der Absicherung des Bürgersteiges und der Landesstraße. Die Verkleidung und die Abdeckung der Elemente wurden mit speziellen Ziegelsteinen nach Genehmigung durch den Landeskonservator ausgeführt. Nach der Gestaltung der Außenfassade wurde Mitte Oktober auch der Innenraum der Grotte erneuert. Das Amt für Landentwicklung in Lebach und die örtliche Teilnehmergemeinschaft haben eine neue Bepflanzung geplant und ausgeführt.

Weitere Veränderungen  werden ehrenamtlich gemacht. Geld- uns Blumenspenden aus der Bevölkerung sind willkommen und werden zur Unterhaltung der Grotte verwandt. Seit über 30 Jahren hat Peter Müller die Pflege und Patenschaft für die Grotte übernommen und wird sie nach Angaben der Gemeinde gemeinsam mit Kurt Rech weiterführen.