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Live-Konzert mit Eric Maas in Otzenhausen

Live-Konzert in Otzenhausen : Musik und ein vergessener Kirschbaum

Der französische Liedermacher Eric Maas stand in der Europäischen Akademie in Otzenhausen auf der Bühne.

Entspannte Musik zum Träumen erlebten die rund achtzig Besucher des Konzerts von Eric Maas vor Kurzem ebenso wie tanzbare Rocknummern in der Europäischen Akademie Otzenhausen. Das teilt eine Sprecherin der Stiftung europäische Kultur und Bildung mit. Authentische, handgemachte Musik, keine Coverversionen hatte Maas mitgebracht. Denn so lautet die Vorgabe für „An evening with Singer/Songwriter“ der gleichnamigen Event-Reihe in der Europäischen Akademie Otzenhausen. Maas erzählte zu jedem Song eine kleine Geschichte, wie das jeweilige Lied entstanden war.

Der allererste Song, den der französische Liedermacher je geschrieben hat („No Remedy“), entstand eher unkonventionell beim Haarefärben, Marke Eigenbau, wie es damals in Mode war: „Wer weiß, was in dem Henna drin war, jedenfalls: Als meine Haare rot waren, war auch der Song fertig“, erzählte Maas augenzwinkernd. Diese Inspirationsquelle ist jedoch inzwischen versiegt – heute trägt er Glatze. Was nicht heißt, dass ihm seitdem in den rund zwanzig Jahren seiner Musikerkarriere nichts mehr eingefallen wäre.

Eric Maas spielte rund eine Stunde, vom Liebeslied bis zum Aufruf zum Frieden. „Mit meiner Musik möchte ich zum Frieden beitragen. Dank meinem Publikum kann ich meinen Traum leben, von meiner Kunst leben zu können“, so beschrieb er seine Motivation. Geschwindigkeit aus dem Leben zu nehmen, einfach mal runterfahren, sich auf das zu besinnen, was man im Leben wirklich braucht, Veränderungen zu gestalten oder auch loszugehen, einfach mal zu machen. Erfahrungen aus seinem Leben inspirieren Maas zu seinen Songs.

Erich Maas wechselte mühelos zwischen Französisch und Englisch hin und her und begleitete sich am Flügel oder mit seiner Gitarre. Auch mit der Klampfe ist eine Geschichte verbunden: Maas wollte unbedingt ein Instrument aus heimischen Hölzern. Als er zufällig von einem privat eingelagerten und dann vergessenen Kirschbaum hörte, gefällt vor etwa 40 Jahren, gab es für ihn kein Halten mehr, erzählte er. Er reservierte sich diesen Schatz, aus dem ihm ein Freund eine Gitarre baute, die ihn seitdem auf seinen Konzerten begleitet. „Je später der Abend, desto einfacher die Texte zum Mitsingen“ witzelte der Musiker, der sein Publikum allerdings auch ohne derartige Kniffe mitzureißen wusste. Freuen konnte er sich sowohl über aufmerksame Zuhörer als auch über Mitsänger, die auch die Percussion in Form von Klatschen und Schnippen mitlieferten.

In Groß und in Klein: Eric Maas beim Singer-/Songwriter-Konzert in der Europäischen Akademie Otzenhausen. Foto: Uwe Stern
Eric Maas. Foto: Uwe Stern. Foto: Uwe Stern

„The best is yet to come“ – das Beste kommt erst noch. Wenn dieser Songtitel stimmt, können sich Musikfreunde auf das nächste Konzert dieser Reihe freuen, die junge Künstler aus Frankreich, Deutschland und Luxemburg vorstellen will: Am 24. April wird Lena Hafner aus St. Wendel das Solokonzert in der Europäischen Akademie Otzenhausen geben – sofern es Corona zulälsst.