Langsam wird die Luft dünn

Fußball-Saarlandligist VfL Primstal egalisierte in der Heimpartie vor 180 Zuschauern am Samstag gegen den SV Bübingen zwei Mal einen Rückstand. Das 2:2 war leistungsgerecht, doch der Tabellenplatz drei gerät immer mehr in Gefahr.

Die Luft für den Saarlandliga-Dritten VfL Primstal wird allmählich dünn. Im Heimspiel trennten sich der VfL-Fußballer vom Tabellen-Sechsten SV Bübingen mit einem 2:2 (1:1)-Unentschieden. Der Vierte SV Auersmacher (52 Punkte) fertigte Siersburg dagegen mit 5:1 ab und kam bis auf zwei Punkte an die Primstaler (54 Punkte) heran.

Pesch vergibt die Führung

VfL-Innenverteidiger Marc Pesch hatte in der Nachspielzeit die Chance zum Siegtreffer. Seinen Kopfball wehrte Bübingens Schlussmann Lars Breyer aber mit einer blitzschnellen Reaktion zur Ecke ab. "Der Kopfball in der ersten Halbzeit war viel leichter, den hätte ich ins Tor bringen müssen", ärgerte sich Pesch. Dann wäre seine Mannschaft in der 23. Minute mit 2:1 in Führung gegangen.

Der VfL begann die Partie verunsichert und lag schon nach elf Minuten zurück. Tobias Zimmer und Marco Backes störten den Bübinger Angreifer Julian Hollinger nicht entscheidend, dessen Volleyschuss aus der Drehung zappelte zum 0:1 im Netz.

Ein Freistoß von Steffen Haupenthal, den Bübingens Torhüter Breyer aus dem Torwinkel kratzte, leitete den 1:1-Ausgleich ein. Beim nachfolgenden Eckball gewann Pascal Schmidt ein Kopfballduell, und Pascal Limke schob die Kugel in den Kasten (20.). Pech für Primstal kurz nach dem Seitenwechsel: In aussichtsreicher Position rutschte Mittelfeldspieler Haupenthal beim Torschuss im Strafraum weg, im direkten Gegenzug ging Bübingen erneut in Führung. Ein Freistoß-Hammer aus 16 Metern von Nico Veeck flog unhaltbar für VfL-Torwart Simon Holz genau ins Tordreieck (53. Minute). "Wir haben dann eine starke Moral gezeigt", freute sich Pesch.

In seiner besten Szene tanzte Tim Roob auf der rechten Außenbahn zwei Gegenspieler aus und passte in die Strafraummitte. Der mitgelaufene Schmidt beförderte das Zuspiel aus zehn Metern flach zum 2:2 (75. Minute) in den Bübinger Kasten. Der Kopfball von Pesch in der Nachspielzeit war die letzte Möglichkeit für den VfL. "Gegenüber den letzten Spielen war das aber schon ein gutes Stück besser", resümierte Pesch. Am Samstag, 16 Uhr, tritt der VfL beim Tabellen-Vorletzten 1. FC Reimsbach an.