Kurze Wege führen in Wadern zum Abitur

Kurze Wege führen in Wadern zum Abitur

Wadern/Nonnweiler. Die Erweiterten Realschulen Wadern, Nonnweiler und das Hochwaldgymnasium Wadern arbeiten eng zusammen, um mehr Schülern den Weg zum Abitur nach neun Jahren zu ermöglichen. Sie bilden ab dem kommenden Schuljahr einen Schulverbund

Wadern/Nonnweiler. Die Erweiterten Realschulen Wadern, Nonnweiler und das Hochwaldgymnasium Wadern arbeiten eng zusammen, um mehr Schülern den Weg zum Abitur nach neun Jahren zu ermöglichen. Sie bilden ab dem kommenden Schuljahr einen Schulverbund. Im SZ-Gespräch stellten die Schulleiter Wolfgang Wagner, Hochwaldgymnasium, Ferdinand Heyer, Graf-Anton-Schule Wadern, und Berthold Ebert, Ringwallschule Nonnweiler, die Kooperation vor.1000 Schüler besuchen zurzeit das Hochwaldgymnasium. Sie machen, wenn sie das Ziel erreichen, das Abitur nach acht Jahren (G8). An den beiden Erweiterten Realschulen führen die Lehrer die Jugendlichen nach wie vor zum Hauptschulabschluss nach Klasse neun oder zum Realschulabschluss nach Klasse zehn. Die besten Schüler der Realschulen konnten auch bisher anschließend auf ein Gymnasium wechseln. Künftig soll dies durch den Schulverbund einfacher werden. "Es geht uns um einen glatten Übergang für die Schüler", sagt Berthold Ebert.Schon jetzt werden die besten Schüler der Zehner-Klassen der Realschulen an ihren Schulen in speziellen Abitur-Gruppen gefördert. In Nonnweiler sind dies neun Schüler, an der ERS Wadern 19. Nach Abschluss der Klasse zehn und damit der mittleren Reife können diese Schüler ans Hochwaldgymnasium in eine eigene Klasse elf wechseln. Natürlich auch andere Schüler, die die Anforderungen erfüllen. Sie müssen ihre mittlere Reife mit einem Notendurchschnitt von 2,5 gemacht haben. Die neue Klasse elf ist, was den Unterrichtsstoff angeht, identisch mit der Klasse zehn des Gymnasiums. Die drei Schulleiter wünschen sich, dass für diese Klasse ein eigenes Profil entwickelt wird, damit die Schüler in dem einen Jahr besonders gut auf die Hauptphase der Oberstufe vorbereitet werden. Denn in den beiden folgenden Jahren besuchen sie die gleichen Kurse wie die G8-Schüler des Gymnasiums und machen mit diesen das Abitur. Die ehemaligen Realschüler dann nach neun Jahren an einer weiterführenden Schule, die klassischen Gymnasiasten nach acht Jahren.Kurze Schulwege, das ist für die Schulleiter ein großer Vorteil der Zusammenarbeit vor allem zwischen ERS Wadern und Gymnasium Wadern. Aber nicht der einzige. Lehrer des Hochwaldgymnasiums können auch in der Klassenstufe zehn der Realschulen unterrichten. In Fachkonferenzen arbeiten die Lehrer der drei Schulen enger zusammen. Gemeinsame Schulprojekte seien vorstellbar. "Auch das ist ein Pfund für unserer Standort", sagt Ferdinand Heyer.Die Wünsche für eine Zusammenarbeit gehen aber noch weiter. Heyer und Wagner haben dem Kultusministerium vorgeschlagen, schon vor der Klasse zehn mit der Zusammenarbeit zu beginnen. So könnten nach ihren Vorstellungen schon in Klassenstufe 8 an der Graf-Anton-Schule Abitur-Gruppen gebildet werden. In denen dann nicht nur die besten Realschüler unterrichtet werden könnten, sondern auch schwächere Gymnasiasten. "Die Schulen sollten so früh wie möglich fördern", unterstreicht Wolfgang Wagner. Einer solchen weiter gehenden Lösung hat das Bildungsministerium aber noch nicht zugestimmt."Der Schulverbund der drei Schulen steht auch jeder anderen Schule offen", sagt Wolfgang Wagner. Jeder Schüler könne selbst entscheiden, welche Schule er für die gymnasiale Oberstufe wähle.

Auf einen BlickDas Hochwaldgymnasium Wadern lädt an diesem Samstag, 17. Januar, von 9 bis 12 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Dann gibt es Infos zum klassischen Weg zum Abitur auf dem Gymnasium, aber natürlich auch zum neuen Schulverbund.Die Erweiterte Realschule Wadern macht ihren Tag der offenen Tür am Samstag, 14. Februar, 9.30 Uhr bis 12 Uhr.Die Lehrer Johannes Kleer (HWG), Werner Feid (ERS Wadern) und Michael Kockler (ERS Nonnweiler) betreuen für ihre Schulen die Kooperation. Sie sind auch Ansprechpartner für die Eltern. vf