Kripo ermittelt: Feuer zerstört Bauernhof in Primstal

Kostenpflichtiger Inhalt: Bauernhof zerstört : Nach Großbrand in Primstal ist jetzt die Kripo am Zug

Ein Gutachter soll die Fahnder bei der Ursachenforschung unterstützen. Die Ermittler haben bereits einen verdacht, was das Unglück ausgelöst haben könnte.

Das am Dienstagabend (13. August) auf einem Bauernhof in Nonnweiler-Primstal ausgebrochene Feuer ist seit Mittwochvormittag ein Fall fürs Landeskriminalamt. Wie Falk Hasenberg vom Landespolizeipräsidium in Saarbrücken auf Nachfrage bestätigt, sind jetzt Kripo-Brandermittler dabei, die Ursache für den verheerenden Brand zu klären. Mehrere verwinkelte Häuser, darunter auch ein Stall waren zerstört worden. Tiere konnten gerettet werden. Es gab bei dem Rettungseinsatz drei Verletzte. Nach bisherigem Sachstand schließen die Fahnder Brandstiftung aus. Es komme eher ein technischer Defekt einer Landwirtschaftsmaschine in Betracht.

Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) sind zurzeit dabei, Heu und Stroh aus einer betroffenen Scheune zu ziehen, berichtet St. Wendels Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer. Draußen sollen die Glutnester gelöscht werden. Er rechnet damit, dass die Arbeiten mindestens bis zum späten Nachmittag dauern. Auch am Mittag war noch nichts über die Schadenshöhe bekannt, da noch immer gelöscht wird und deshalb noch keine Bilanz möglich sei, informiert Hasenberg.

Unterdessen setzten Mitarbeiter das Landesamt für Umweltschutz ihre Untersuchungen fort. Der Auslöser für deren Einsatz vor Ort: Gülle war mit Löschwasser in die nahe Prims geflossen. Sabine Schorr, Pressesprecherin beim saarländischen Umweltministerium, gab Entwarnung. Demnach seien „keine Auffälligkeiten an der Prims“ gemessen worden. Zum Fischsterben sei es nicht gekommen. Die Werte seien „im normalen Bereich“. Zusätzlich sollen die Proben im Labor nochmals untersucht werden. Mit Ergebnissen rechnet Schorr Anfang kommender Woche.

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