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Konzert mit Slawomir Zubrzycki an der Viola Organista in Otzenhausen

Konzert : Auf den musikalischen Spuren Leonardo da Vincis

Slawomir Zubrzycki spielt am Sonntag an der Viola Organista in Otzenhausen.

„Unerhörtes“ gibt’s am kommenden Sonntag, 5. Mai, um 11 Uhr in der Europäischen Akademie Otzenhausen. Denn wohl nur die wenigsten Menschen haben bisher gehört, wie eine Viola Organista klingt. Die Internationalen Musikfestspiele Saar machen dies gemeinsam mit der Stiftung europäische Kultur und Bildung sowie der Akademie möglich: Der polnische Pianist Slawomir Zubrzycki gibt während  der Internationalen Musikfestspiele Saar auch in Otzenhausen ein etwa einstündiges Barockkonzert.

Vor zehn Jahren –2009 – hatte der Krakauer Zubrzycki die Spuren einer echten Rarität entdeckt, die ihn nicht mehr loslassen sollte: ein von Leonardo da Vinci entworfenes Instrument. Die Viola Organista faszinierte ihn so sehr, dass er sie von 2009 bis 2012 in rund 5000 mühsamen Arbeitsstunden auf der Grundlage der unvollständigen Skizzen nachbaute. Es vereint, grob gesagt, die Eigenschaften eines Cembalos (dem es optisch ähnelt) mit denen eines Cellos und klingt wie ein Streichinstrument, teilt eine Sprecherin der Europäischen Akademie mit.
Leonardo da Vinci ist einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten und hatte das Original vor mehr als  500 Jahren konzipiert, jedoch nie selbst gebaut. Seine Skizzen beflügelten fast 400 Jahre lang – vergeblich – die Phantasie so manchen Instrumentenbauers, bevor es fast in Vergessenheit geriet.

Erst Slawomir Zubrzycki gelang es, dieses Instrument zur Konzertreife zu bringen. Nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch prägt der fast auf den Tag genau vor 500 Jahren verstorbene Leonardo – Todestag am 2. Mai 1519 – diese Matinée: Das anschließende Buffet steht unter dem Motto „Italienisches Gaumenfeuerwerk à la Leonardo“ – mit Rezepten, die da Vinci zugeschrieben werden. Viele dieser Rezepte aus dem 16. Jahrhundert klingen erstaunlich aktuell. Nur eines sucht man bei den Leonardo-Gerichten vergeblich: Tomaten, die heute so typisch für die italienische Küche sind. Sie wurden erst später in dem „Land, in dem die Zitronen blühen“, eingeführt.

Die Viola Organista steht im Mittelpunkt des Konzertes am kommenden Sonntag in Otzenhausen. Foto: Klaudyna Schubert/SCHUBERT

Info und Anmeldung: Sandra Hemgesberg, Telefon (0 68 73) 66 22 63 oder per E-mail s.hemgesberg@stiftung-ekb.de.