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Kappensitzung im Castellum in Kastel gut besucht und farbenfroh

Kostenpflichtiger Inhalt: Alleh Hopp : Manege frei für Kasteler Zirkus-Akrobaten

Farbenfroh und närrisch ging es auf der Kappensitzung in Kastel zu, auf der sich das Castellum in den Zirkus Castelli verwandelte.

„Manage frei“, hieß es am vergangenen Samstag auf der Kappensitzung in Kastel. Denn für die närrische Sitzung verwandelte sich der große Saal des Castellums in den Zirkus Castelli. Das Motto hätte kaum besser gewählt werden können, denn so verrückt und farbenfroh wie in einem Zirkus ging es auch an diesem Abend zu, den die Pfarrkapelle und der Handwerkerverein Kastel organisiert hatten.

Zirkusdirektorinnen waren Elferratspräsidentin Christa Becker und ihre Vize-Präsidentin Margit Ziller. „Was wär die Faasend doch fürwahr, ohne ein schönes Prinzenpaar?“, fragte Becker und erteilte sogleich dem Kasteler Prinzenpaar, Antje und Joachim Schäfer, das Wort. Die eröffneten die Sitzung mit den Worten: „Seid alle dabei, sagt zusammen mit uns: Manege frei!“

Der erste Tanzvortrag des Abends kam von Funkenmariechen Swenja Görgen, die die Kasteler Fastnacht nicht zum ersten Mal mit ihren Tanzkünsten beeindruckte. Als erster in der Bütt stand der Kasteler Ortsvorsteher Magnus Jung. Zu erkennen war er aber nicht auf den ersten Blick, war er doch für diesen Abend in die Rolle des Captain Kastel geschlüpft und trug einen runden Schild mit dem Kasteler Wappen darauf. „Die Ganze Welt ist glatt verrückt, drum hat man mich hierher geschickt. Bin Captain Castel, bin der Mann, der das noch alles richten kann“, sagte Jung in seinem Superhelden-Alter-Ego. Er stand nicht alleine auf der Bühne. An seiner Seite standen die Saarvengers – fünf Superhelden, die ihm dabei helfen, die Probleme in der Welt zu lösen. „Noch ist’s in Kastel, das kann jeder sehen, Einzigartig, wunderschön. Doch lauern überall Gefahren, so schlimm, wie es noch keine waren“, erklärte Jung. Doch wenn die Kasteler zusammenhielten, könnten sie alles überstehen: „Dem Superheld es stets gefällt, wenn das Dorf zusammenhält. Drum dank‘ ich allen, die was tun, und nicht faul auf dem Sofa ruh’n.“

Als Nächstes stand Lena Keinemann auf der Bühne und erzählte aus ihrem Alltag als Frau und Mutter. Der Elferrat formte zusammen mit dem Prinzenpaar die Sing-Family. In ihrem Medley sangen sie darüber, wie schwierig es ist, sich gesund zu ernähren. Am Ende sahen sie das mit der Ernährung jedoch lockerer und entschlossen sich, den närrischen Abend mit Bier und Wein zu begießen. Silke Stenger erzählte als Singlefrau von ihren Erfahrungen beim Online-Dating. Trotz aller Frustration wollte sie optimistisch bleiben: „Kennt ihr den optimistischen Single? Der sagt sich: Mein Bett ist schon halb voll.“ Die letzten Akteure vor der Pause waren die Gardetänzerinnen aus Beurig, deren Auftritt in einer fulminanten menschlichen Pyramide endete.

Die zweite Hälfte der Sitzung startete nach dem Einzug des Elferrates mit der Band Standgas, die Kölsche Musik zum Besten gab. Danach trug Steven Schuh mit ein wenig Wassergymnastik dazu bei, dass sich das Publikum ein wenig auflockern konnte. Steven Schuh stand bald darauf erneut auf der Bühne. Gemeinsam mit Sabine Schmitt erzählten sie als Sepp und Maria von dem Geschehen im Dorf. Die Kasteler Tanzgruppe „The Revolution“ beeindruckte die Narren im Castellum anschließend mit ihren Tanzkünsten. Zum Abschluss legte das örtliche Männerballett einen flotten Tanz aufs Parkett. Auch nach dem großen Finale endete der Abend für die Kasteler Narren nicht, denn im Castellum wurde noch lange getanzt und geschunkelt.

Alle Akteure wurden für ihre Darbietungen mit einer Rakete in drei Stufen belohnt und unter lautem Applaus wieder verabschiedet. Zwischen den einzelnen Auftritten bekamen die Gäste im prall gefüllten Saal im Castellum auch immer wieder die Gelegenheit, sich nicht nur beim Klatschen selbst ein wenig körperlich zu betätigen. Einen Schunkelwalzer spielte dann die Little Big-Band der Pfarrkapelle auf, die auch den Ein- und Ausmarsch aller Akteure musikalisch begleitete.