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Nationalpark: Junge Nationalpark-Experten auf Tour

Nationalpark : Junge Nationalpark-Experten auf Tour

Jungen und Mädchen von neun bis 13 Jahren können als Junior-Ranger den Wald kennen und schützen lernen.

Welches Kind träumt nicht von Abenteuern in Natur und Wildnis? In der vor einem halben Jahr erstmalig gegründeten Junior-Ranger-Gruppe im Nationalpark Hunsrück-Hochwald können 14 Jungen und Mädchen im Alter von neun bis 13 Jahren diesen Traum ausleben. Sie begleiten einmal im Monat Ranger und lernen deren Arbeit kennen. „Ziel des Programms ist es, die Kinder zu Nationalpark-Experten auszubilden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie können im Anschluss an die Ausbildung aktiv im Park mithelfen.

Ein erster Aufruf zur Bewerbung für das Junior-Ranger-Programm erhielt eine hohe Anzahl Rückmeldungen. „Wir hatten eine so große Resonanz, dass wir im Herbst eine weitere Junior-Ranger-Gruppe ins Leben rufen werden. Wer Interesse hat, kann sich schon jetzt auf unserer Website informieren und bewerben“, sagt Sebastian Schacht, Referent für Umweltbildung und Naturerleben im Nationalpark.

Während der Touren tauchten bei den Junior-Rangern viele Fragen auf: Was ist ein Nationalpark? Wie sah der Wald früher einmal aus? Wie wird aus einem Wald ein Nationalpark und wie lange dauert dies eigentlich? All dies fanden die Teilnehmer gemeinsam heraus. Im Oktober verbrachten sie ein Wochenende im Wald. In Gruppenstunden lernten die Kinder, wie man sich in einem Wald ohne Schilder nur mit Hilfe eines GPS-Gerätes orientiert. Bei einem speziellen Thementag zu Telemetrie erhielten sie zudem einen Einblick in die Erforschung des Rotwilds. In den Osterferien können die Junior-Ranger am Wildkatzen-Monitoring mitarbeiten und ausgebrachte Lockstöcke kontrollieren.

„Wir sind begeistert mit wieviel Interesse und Freude die Junior-Ranger teilnehmen“, freut sich Verena Sauerbrei. Sie ist selbst Rangerin und betreut gemeinsam mit Patric Heintz und Gabriel Wern die Gruppe. Die drei begleiten die Kinder, während sie den Nationalpark erforschen. Hierbei zeigt die Natur selbst, warum sie so schützenswert ist.

Kinder können bis zum 14. Lebensjahr Junior-Ranger werden. Anschließend ist es möglich, in das Volunteer-Ranger-Programm zu wechseln. Dann kann man die Ranger bei ihrer Arbeit im Park unterstützen. Zu den Aufgaben zählt es dann, die Besucher zu betreuen und in Forschungsprojekten wie dem Wildtier-Monitoring mitzuarbeiten. Die ersten Volunteer Ranger des Nationalparks Hunsrück-Hochwald werden diesen Sommer ausgezeichnet. „Ziel ist es, dass sich die zukünftigen Volunteers bei verschiedenen Projekten im Park einbringen können, beispielsweise bei der Betreuung der Junior-Ranger oder in der Moorrenaturierung. Sie setzen sich sehr intensiv mit dem Nationalpark und dem Schutz der Natur auseinander“, erklärt Patric Heintz.

Ab September wird es eine weitere Junior-Ranger-Gruppe im Nationalpark Hunsrück-Hochwald geben. Diese richtet sich an Kinder im Alter zwischen acht und elf Jahren und wird sich regelmäßig zweimal im Monat freitags am Hunsrückhaus am Erbeskopf treffen. Da einige der älteren Junior-Ranger in das Volunteer-Programm wechseln, können sich auch Jugendliche zwischen elf und 14 Jahren für die bereits bestehende Gruppe anmelden. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Nationalparks.

www.nationalpark-hunsrueck-
hochwald.de