Hip-Hop mit Leib und Seele

Baunshausen · Das Gästehaus Braunshausen veranstaltet am Samstag, 31. Januar, einen Show- und Benefiz-Tag zugunsten regionaler Kinderprojekte. Mit dabei ist auch der 29-jährige Marc Lahutta aus Dillingen. Er war 2009 Hip-Hop-Weltmeister und verrät im Gespräch mit SZ-Redakteurin Melanie Mai, was die Besucher von ihm in Braunshauen erwarten können.

 Der Hip-Hop-Weltmeister Marc Lahutta aus Dillingen tritt ebenfalls beim Show- und Benefiztag des Gästehauses in Braunshausen auf. Foto: Isabelle Flätchen

Der Hip-Hop-Weltmeister Marc Lahutta aus Dillingen tritt ebenfalls beim Show- und Benefiztag des Gästehauses in Braunshausen auf. Foto: Isabelle Flätchen

Foto: Isabelle Flätchen

Sie waren 2009 Hip-Hop-Weltmeister. Nun ist Deutschland nicht unbedingt für Hip-Hop bekannt; wie haben Sie es trotzdem geschafft?

Marc Lahutta: Ich begann im selben Jahr damit, bei Wettbewerben mitzumachen. So ging es im März das erste Mal mit der Formation zu einer deutschen Meisterschaft. Dort nahm ich sehr spontan auch teil. Das entschied ich noch vor Ort, da Plätze in der Solo-Kategorie frei waren. Dass ich das gewinne, war absolut nicht abzusehen. Nachdem das so gut lief, folgte die Europameisterschaft, für die ich hart trainiert habe, um auch dort zu gewinnen. Mit der Qualifikation zur WM in Florida und dem darauffolgenden Sieg habe ich nicht gerechnet. Das alles habe ich durch große Unterstützung meiner Eltern und Freunde geschafft. Ich habe täglich trainiert und mich intensiv fortgebildet, was ich auch heute noch mache. Der richtige Ehrgeiz und die Motivation haben mich schon immer angetrieben, meine Ziele zu erreichen.

Sie kamen vom Kunstturnen zum Hip-Hop - gibt es da so viele Parallelen?

Lahutta: Wichtig ist einfach Körperkontrolle. Kunstturnen ist meiner Meinung nach eine der Sportarten, in denen man seinen Körper am besten kennenlernt. Außerdem kann man mit den schon vorhandenen akrobatischen Elementen eine top Kombination mit Tanz schaffen. Aber es hat Jahre gedauert, die Körperspannung eines Turners abzubauen, um beim Tanzen nicht auszusehen wie eine Maschine. Gerade im Hip-Hop ist es wichtig, locker zu sein und Spannung in den richtigen Momenten aufzurufen. In meiner langjährigen Erfahrung als Mitglied der Magic Artists habe ich gelernt, Tanz und Akrobatik miteinander verschmelzen zu lassen. Seit 15 Jahren bin ich mit dabei und auch heute noch aktiv.

Was hat Sie dazu bewogen, beim Benefiztag in Braunshausen mitzumachen?

Lahutta: Ich unterstütze gern Projekte, bei denen ich als Tänzer helfen kann, etwas Gutes zu tun. So auch beim Benefiztag. Der Kontakt entstand im vergangenen Jahr, als wir - Nu Flow - in unserer Vorbereitung für die WM die Räumlichkeiten in Braunshausen als Sponsoring nutzen durften. So kann eine Hand die andere waschen.

Was können die Besucher dort von Ihnen erwarten?

Lahutta: Die Besucher werden am Benefiztag genau die Performance sehen, die uns bei der WM auf Platz drei gebracht hat. Diese Show entstand im Sommer 2014 in Braunshausen.

Wie beurteilen Sie die Hip-Hop-Szene im Saarland allgemein?

Lahutta: Die Hip-Hop-Szene im Saarland ist wachsend. Wir haben mittlerweile mehrere starke Gruppen, die international erfolgreich sind. Wenn nun die Zusammenarbeit der Gruppen untereinander noch etwas besser wird, kann das Saarland auch im Bereich Hip-Hop richtig groß werden.

marclahutta.com

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Auf einen BlickDas Gästehaus Braunshausen veranstaltet an diesem Samstag einen Show- und Benefiz-Tag zugunsten regionaler Kinderprojekte. Von 10 bis 18.30 Uhr wird ein Programm angeboten. Ab 11 Uhr findet in der Peterberghalle ein Secondhand-Markt für Kinderkleidung und Spielzeug statt. Zeitgleich haben die Besucher Gelegenheit, mit den Trainern des Erlebnispädagogischen Zentrums Saar (EPZ) an der Kletterwand kostenfreien Kletterspaß zu erleben. Bei einer Tombola-Aktion können die Besucher Preise gewinnen. Für Kinder und Senioren wird ein kostenfreies Essen angeboten, welches gegen eine beliebige Spende auch jeder andere Besucher kaufen kann. Der Nachmittag steht ganz im Zeichen von Show und Livemusik. So wird die Band Die Zirbelknechte auftreten. Auch Hip-Hop-Weltmeister Marc Lahutta hat sich angesagt. Saskia Schwed bittet zum Sh'bam-Mitmachtanz. red

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