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Hightech-Waffenschmiede Diehl Defence Nonnweiler ehrte verdiente Mitarbeiter

50 Jahre dabei : Dank für Treue und Engagement ausgesprochen

Er war Ausbilder und leitete den Werkzeugbau: Robert Weber für halbes Jahrhundert bei Diehl ausgezeichnet.

Einmal im Jahr lädt die Geschäftsführung der Waffenschmiede Diehl Defence langjährige Mitarbeiter zu einer Betriebsfeier ein, um ihnen für Engagement und Treue im Unternehmen zu danken. An den Standorten im Saarland führt Robert Weber diesmal die Riege der Jubilare an. Seit mehr als 50 Jahren ist Diehl der Arbeitgeber seiner Wahl. 1969 begann Weber eine Ausbildung zum Werkzeugmacher, um anschließend nur ein einziges Mal dem Unternehmen den Rücken zu kehren – weil er seinen Wehrdienst in der Bundeswehr abzuleisteten hatte.

Die familiengeführte Diehl-Gruppe mit Sitz in Nürnberg ist nach eigenen Angaben bekannt für die lange Betriebszugehörigkeit ihrer Beschäftigten. Und das scheinen die Zahlen zu bestätigen: Allein in Nonnweiler waren es weitere 15 Jubilare, die für 40 beziehungsweise 25 Jahre Betriebstreue geehrt wurden. Unter ihnen auch der Betriebsratsvorsitzende Heinz Räsch. Auch die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes brachte den Jubilaren ihre Wertschätzung entgegen – in Person von Christian Düppre, der den langjährigen Diehl-Mitarbeitern entsprechende Ehrenurkunden auhändigte.

„Anlass zur Freude gibt nicht nur die lange Verbundenheit der Belegschaft, sondern auch die zunehmende Zahl neuer Bewerber, die sich für eine berufliche Zukunft in der Verteidigungssparte des Konzerns entscheiden“, erklärt ein Sprecher des Rüstungsbetriebs. Diehl Defence entwickelt nach eigener Aussage an den Standorten in Baden-Württemberg, Bayern und im Saarland Hightech-Ausrüstung für die Bundeswehr und verbündete Streitkräfte. Zum Produktspektrum der Waffenschmiede gehören demnach bodengebundene Luftverteidigungssysteme, Lenkflugkörper und Munition.

In den saarländischen Werken Maasberg und Mariahütte wuchs die Zahl der Beschäftigten nach Unternehmensangaben seit 2017 um 40 auf heute 370. Dazu zählen auch die elf Berufsanfänger, um die sich in der 2019 komplett renovierten Lehrwerkstatt zwei Ausbilder in Vollzeit kümmern. 1985 sei es übrigens Jubilar Weber gewesen, der für sechs Jahre die gewerbliche Ausbildung und später den Werkzeugbau am Standort leitete.