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Haus der Vereine in Primstal offiziell übergeben

Nach Ende der Sanierung : Name für Primstaler Haus der Vereine gesucht

Die Sanierung des Gebäudes ist abgeschlossen, der Bürgermeister hat die Schlüssel übergeben, jetzt ist die Bevölkerung gefragt.

„Was lange währt, wird endlich gut“, sagt der Volksmund, aber auch Nonnweilers Bürgermeister Franz Josef Barth (SPD-unterstützt) bei der offiziellen Übergabe des Hauses der Vereine an die Primstaler. „Passender hätte das Sprichwort nicht sein können“, ergänzte der Verwaltungschef und klärte die anwesenden Gäste über die Entstehungsgeschichte dieses Projekts auf. Sie begann schon 1990, als die Gemeinde das Haus mit weißen Sprossenfenstern, Gaupen, einem rustikalen Außenputz und engen Eingangstüren für damals 110 000 Mark kaufte. „Dieser besondere Charakter und das Erscheinungsbild des Hauses hat mich fasziniert, so dass ich, nachdem ich 2011 Bürgermeister geworden bin, ab 2014 unermüdlich versucht habe, für den Erhalt und die Sanierung Fördergelder zu akquirieren“, betonte Barth.

Wie jetzt alle sehen können, hat es geklappt. Die Sanierung erfolgte in zwei Bauabschnitten und mit Hilfe von von drei Förderprogrammen. Die obere Haushälfte wurde 2016 grundlegend saniert, das Haus mit einer Heizung ausgestattet. Die Kosten lagen bei 107 000 Euro, 75 000 Euro davon gab es über das Flüchtlingswohnraumprogramm. Familie Al Mazyad wohnt seit 2018 hier.

Der zweite Bauabschnitt wurde 2017 in Angriff genommen. Aus dem Programm „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier“ wurden Fördermittel in Höhe von 266 000 Euro beantragt und 90 Prozent hiervon bewilligt. Abschließend musste das Haus noch möbliert werden. Auch hierbei wurde der Bürgermeister bei der Suche nach Fördermitteln fündig. 14 000 Euro gab es über das Programm „Land (auf) Schwung“. „Das Haus bietet nunmehr Räumlichkeiten für die Bürgersprechstunden des Ortsvorstehers, des Notars und des Rentenberaters. Dazu steht es den rund 40 Vereinen im Ort zur Verfügung“, erläuterte der Verwaltungschef.

Das Haus sei samt Inventar – helle Möbel, Bilder und moderne Tagungstechnik – zu einem Schmuckstück des Primsortes geworden. Barths Dank galt allen Beteiligten bei der Umsetzung dieses Projektes, insbesondere Kurt Rech, dem damaligen Ortsvorsteher, und Klaus Kuhn, mit denen er das Projekt auf den Weg gebracht und umgesetzt hatte. Auch Ortsvorsteher Rainer Peter dankte im Namen der Vereinsvertreter und Gruppierungen, die nunmehr die Möglichkeit haben, das Haus der Vereine als eine Tagungsstätte für ihre Sitzungen nutzen zu können. „Gottlob ist das Haus von einem möglichen Verkauf verschont geblieben. Es ist nunmehr ein Aufwertung für unseren Ort“, so der Ortsvorsteher. Ehe es an die Besichtigung ging, sperrte Bürgermeister Barth die Haustür auf und übergab die Schlüssel dem Ortsvorsteher, der nunmehr kraft seines Amtes die Nutzung zu koordinieren habe.

Bürgermeister Franz Josef Barth (rechts) übergibt die Schlüssel an den Ortsvorsteher Rainer Peter. Foto: Erich Brücker

Übrigens: Das Haus soll jetzt noch einen Namen bekommen. Zur Namensfindung ist die Bevölkerung aufgerufen, entsprechende Vorschläge zu machen und an den Ortsvorsteher zu richten. Eine Jury wird im Januar darüber befinden.