Hält Primstals Höhenflug an?

Primstal. Für Nicola Lalla, den Spieler-Trainer des Fußball-Verbandsligisten VfL Primstal, kann es beim Gipfeltreffen an diesen Samstag ab 14.30 Uhr gegen die SG Schwemlingen-Tünsdorf-Ballern nur in eine Richtung gehen: "Wir werden die Flucht nach vorne suchen

Primstal. Für Nicola Lalla, den Spieler-Trainer des Fußball-Verbandsligisten VfL Primstal, kann es beim Gipfeltreffen an diesen Samstag ab 14.30 Uhr gegen die SG Schwemlingen-Tünsdorf-Ballern nur in eine Richtung gehen: "Wir werden die Flucht nach vorne suchen." Und in jedem Fall anders auftreten, als unter der Woche in der dritten Runde des Saarlandpokals bei der SG Bachem-Rimlingen. Pokalschlappe in Bachem"Wir waren überheblich und schwach und sind definitiv mit der falschen Einstellung in dieses Spiel gegangen", ärgert sich Lalla da noch heute. Die Quittung war eine 2:5-Niederlage beim Landesligisten. "Einerseits ist es schade, weil der Pokal einem die Möglichkeit gibt, mit Losglück gegen eine saarländische Spitzenmannschaft zu spielen", sagt Lalla. Anderseits könne man aber auch Pech mit der Auslosung haben, quer durchs ganze Saarland fahren und am Ende mit leeren Händen dastehen - wie vergangenen Mittwoch. "Doch vielleicht kam diese Niederlage gerade als Dämpfer zur rechten Zeit", versucht der VfL-Stürmer dem Scheitern etwas Positives abzugewinnen. "Jetzt können wir uns voll auf die Liga konzentrieren." Nach dem siebten Spieltag steht der Verbandsligist aus dem Tal der Prims da auf dem ersten Tabellenplatz. Insgesamt 19 Punkte hat der VfL bislang eingefahren - zwei Punkte dahinter lauert die SG Schwemlingen-Tünsdorf-Ballern. Vor der hat Lalla Respekt: "Vor allem in der Offensive ist Schwemlingen sehr stark. Da müssen wir aufpassen, besonders auf Mathias Palmer, Alexander Eckert, Klaus Peter Schröder und Kai Uwe Hahn." Aber Lalla sieht auch Schwachstellen: "In der Defensive sind sie anfällig." Wobei: "Bei lediglich acht Gegentreffern ist das natürlich relativ." Positiv: Personell kann der VfL vor dem Spitzenspiel nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Abwehrspieler Christopher Simon fällt grippebedingt aus. "Für ihn wird Kristoffer Lauwitz in die Startelf rücken", verrät Lalla, der noch etwas herumbastelt: "Wir werden wahrscheinlich etwas offensiver auflaufen als zuletzt. Welche personellen Konsequenzen das dann hat, dazu will ich momentan aber noch nichts sagen." Nahezu sicher sei jedoch, dass Jochen Gläser gegen die SG nicht zum Einsatz kommen wird. "Er ist nach seiner Kreuzbandverletzung immer noch nicht bei 100 Prozent. Und momentan setzt er sich selbst auch zu viel unter Druck." Doch Lalla gibt dem Talent Zeit: "Jochen wird im Laufe der Saison zu alter Stärke zurückfinden und irgendwann auch wieder zur ersten Elf gehören, davon bin ich überzeugt."Überzeugend sollen auch seine Spieler am Samstag auftreten. "Die sollen dem Gegner gleich von Anpfiff an klar machen, dass es an diesem Tag keine Punkte aus Primstal mitzunehmen gibt." Taktisch will er seine Elf so einstellen, "dass wir das Spiel machen werden. Wir spielen zu Hause, und da bestimmen wir das Geschehen auf dem Platz", sagt Lalla mit dem Selbstvertrauen des Spitzenreiters. "Wir werden wahrscheinlich etwas offensiver auflaufen als zuletzt."VfL-Spielertrainer Nicola Lalla setzt im Spitzenspiel auf Angriff