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Großübung der Feuerwehr in Kastel

Übungsszenario : Alarm im Pflegeheim in Kastel

Großübung mit 65 Einsatzkräften der Feuerwehr Nonnweiler. Einsatzleitung mit Zusammenarbeit zufrieden.

Gut zweieinhalb Stunden war am vergangenen Freitagabend die Straße In der Meß in Kastel gesperrt. Der Grund hierfür war eine Großübung, bei der 65 Einsatzkräfte der  Feuerwehr Nonnweiler im und am Alten- und Pflegeheim Haus Petersberg den Ernstfall probten. Wie ein Sprecher der Feuerwehr weiter berichtet, beherbergt die  Einrichtung beherbergt zirka 50 Personen. Die Hälfte der Bewohner ist nicht oder nur bedingt mobil.

Die angenommene Lage war eine unklare Rauchentwicklung im Kellergeschoss. Hier befinden sich das Archiv sowie Lagerräume und ein Werkraum. Eine Person galt als vermisst. Es musste davon ausgegangen werden, dass sie sich zum Zeitpunkt der Rauchentwicklung in einem der besagten Räume aufgehalten hatte.

Für die Löschwasserversorgung stehen ein Ober- sowie Unterflurhydranten im Straßenbereich zur Verfügung. Parallel besteht aus entgegengesetzter Richtung die Möglichkeit der Wasserentnahme aus offenem Fließgewässer. Denn einige Meter entfernt befindet sich der Bachlauf der Prims.

Die Einsatzkräfte des Löschbezirks Kastel trafen wenige Minuten nach der Alarmierung ein. Nach sorgfältiger Lageerkundung begab sich ein Trupp unter schwerem Atemschutz zum Löschangriff und zur Personensuche ins Innere des Gebäudes. Von der Mannschaft des Staffellöschfahrzeugs war die Wasserversorgung im Straßenbereich zügig aufgebaut worden, so der Feuerwehr-Sprecher. Die Besatzung des Mannschaftstransportwagens kümmerte sich um die weiträumige Absicherung der Einsatzstelle und die Einweisung der nachrückenden Einsatzkräfte, die nicht lange auf sich warten ließen.

Vom Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug des Löschbezirks Primstal aus ging ein weiterer Atemschutztrupp ausgerüstet mit Wärmebildkamera zur Personensuche ins Gebäude vor. Über sogenannte lange Wegstrecke erfolgte eine zusätzliche Löschwasserentnahme aus der Prims. Währenddessen bereitete die Besatzung des Gerätewagens Logistik aus Primstal mit einer vierteiligen  Steckleiter vorsorglich einen zusätzlichen Rettungsweg an der Rückseite des Gebäudes vor.

Der vermisste Bewohner konnte nach kurzer Zeit aufgefunden und unverletzt ins Freie gebracht werden. Als Ursache für die starke Rauchentwicklung stellte sich ein Brand in einem der Kellerräume heraus, der rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Wegen der Dunkelheit musste das Einsatzobjekt von der Mannschaft des Primstaler Rüstwagens weiträumig ausgeleuchtet werden.

Aufgrund der zunächst völlig unklaren Lage war auch das Drehleiterfahrzeug  des Löschbezirks Bosen-Eckelhausen aus der Nachbargemeinde Nohfelden angefordert worden, und das nicht umsonst. Denn auf dringendes Ersuchen der Heimleitung bestand die Notwendigkeit, einen Bewohner aus dem zweiten Obergeschoss zu evakuieren.

Die Drehleiter wurde im Straßenbereich in Position gebracht. Bald war der Korb oben. So konnte der Bewohner mit einer Trage sicher nach unten befördert und den dortigen Einsatzkräften übergeben werden. Die Besatzung des Mannschaftstransportwagens aus Primstal  leistete hier Unterstützung.

Vom Einsatzleitfahrzeug Primstal aus waren die zentrale Lagedarstellung, die Atemschutzüberwachung und die Koordination des Funksprechverkehrs übernommen worden. Mehrere Lüfter wurden in Stellung gebracht, um die letzten Rauchschwaden aus dem Gebäude zu vertreiben.

 Ein Blick ins Einsatzleitfahrzeug.
Ein Blick ins Einsatzleitfahrzeug. Foto: Manfred Koch/Feuerwehr

Aufmerksame Beobachter säumten das Übungsgelände, darunter Kastels Ortsvorsteher Magnus Jung und Stellvertreter Peter Ziller, der Nonnweiler Gemeindewehrführer Frank Feid und Stellvertreter Alexander Kuhn sowie der Löschbezirksführer aus Bosen-Eckelhausen Jens Schwarz. Sie bescheinigten den beteiligten Einsatzkräften eine besonnene und zugleich entschlossene Vorgehensweise. Das Übungsziel sei voll erreicht worden.