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Gemeindestiftung Wagner Tiefkühlprodukte unterstützt in Nonnweiler

Gemeindestiftung : Eine Erfolgsgeschichte für Nonnweiler

Die Gemeindestiftung Wagner Tiefkühlprodukte unterstützt seit 2013 Vereine und Hilfsorganisationen in der Hochwaldkommune. Ein langfristig angelegtes und nachhaltiges Förderprojekt

Sie ist einmalig im St. Wendeler Land. Und wohl darüber hinaus. Sie unterstützt Vereine, soziale Einrichtungen und Hilfsorganisationen in der Hochwaldgemeinde Nonnweiler. Sie entlastet den Haushalt der Kommune von freiwilligen Aufgaben: Die Rede ist von der Gemeindestiftung Wagner Tiefkühlprodukte.

Die wurde im September 2013 vom Innenministerium als rechtsfähige Stiftung anerkannt, ist gemeinnützig  und hat in den sieben Jahren ihres Bestehens fast 382 000 Euro an Unterstützungsgelder ausgeschüttet.

Im SZ-Gespräch im Backeshaus in Braunshausen stellten Bürgermeister Franz Josef Barth (SPD unterstützt), der frühere Pizza-Wagner-Geschäftsführer Gottfried Hares und Nestlé-Wagner Geschäftsführer Thomas Göbel die Stiftung vor und zogen eine Bilanz der vergangenen Jahre. Für alle Drei ist die Gemeindestiftung eine Erfolgsgeschichte.

Aber zunächst zurückgeblättert: 2005 stieg die Nestlé Deutschland AG mit einer Beteiligung von 49 Prozent bei Pizza Wagner ein. Seit Januar 2013 gehört das Unternehmen komplett zum Nestlé-Verbund. Das hatte Folgen für das Gewerbesteuer-Aufkommen der Gemeinde Nonnweiler, das ging deutlich zurück. Denn die Steuer wird seitdem anders berechnet. Die Folge für die Gemeinde: sie kann freiwillige Ausgaben an die Vereine nicht mehr wie früher leisten. Über die Stiftung aber schon. Und das nachhaltig, denn das Stiftungskapital wird nicht angetastet.

„Zweck der Stiftung ist die Förderung des Gemeinwesens durch die Förderung der Kinder- und Jugendhilfe, der Altenhilfe, der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, von Kunst und Kultur sowie des Sports im Gebiet der Gemeinde Nonnweiler“, so steht es in der Satzung der Gemeindestiftung. 4,3 Millionen Euro beträgt das Stiftungskapital, das laut Stiftungsvorstand risikoarm angelegt ist. Denn dieser Grundstock darf durch die Auszahlungen nicht kleiner werden. „Da legen wir Wert auf ein hohes Maß an Sicherheit“, unterstreicht Gottfried Hares. Denn die Stiftung sei ja nachhaltig auf viele Jahre angelegt. Ausgezahlt werden also nur die Überschüsse. Die betragen im Schnitt etwa 50 000 Euro im Jahr.

Es gibt grundsätzlich zwei Fördertöpfe. Bei dem einen handelt es sich um die dauerhafte Grundförderung von Vereinen und Hilfsorganisationen in der Gemeinde. Dafür sind in den vergangenen Jahren insgesamt 278 000 Euro geflossen. Darüber hinaus gibt es die Einzelförderung von größeren Projekten. Da hat die Stiftung zum Beispiel den Kauf eines Fahrzeuges für die Feuerwehr Otzenhausen unterstützt, oder einen Kleinbus für das Mehrgenerationenhaus. In den sieben Jahren sind bisher 104 000 Euro geflossen.

Im Vorstand der Stiftung arbeiten der Nonnweiler Bürgermeister Franz Josef Barth, Gottfried Hares als Vertreter der Familie Wagner/Hares und Thomas Göbel, Geschäftsführer von Nestlé-Wagner, zusammen. Die Geschäftsführung übernimmt die Gemeinde Nonnweiler. Zwei Mal im Jahr tagt der Stiftungsvorstand und beschließt über die Ausgaben und Anträge.

Ohne diese Stiftung hätte Nonnweiler die freiwilligen Ausgaben erheblich verringern müssen. Kein Wunder, dass sie für Bürgermeister Barth ein Erfolgsmodell ist. Aber auch für das Unternehmen Nestlé, betont Thomas Göbel: „Die Idee ist grandios. Ich bin stolz darauf, dass meine Firma dies mitgemacht hat. Wir zeigen, dass wir hier vor Ort in Nonnweiler etwas zum gesellschaftlichen Leben beitragen.“ Gottfried Hares ergänzt: „Die Gründung der Stiftung hat sich als richtig erwiesen.“ Damit unterstütze man in Nonnweiler langfristig, unterstreiche die Verbundenheit mit den Menschen in der Gemeinde.

Wie sagte Bürgermeister Barth bei der Vorstellung der Stiftung im Februar 2014 zur SZ: „Uns als Gemeinde ist es sehr bewusst, dass diese Stiftung kein Muss ist. Dass das Unternehmen trotzdem an die Gemeinde gedacht hat, verdient unsere Hochachtung.“