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Gemeinderat Nonnweiler konstituiert sich

Konstituierende Sitzung : Petra Mörsdorf bleibt Erste Beigeordnete

Der Nonnweiler Gemeinderat konstituierte sich. Demnächst wird das Gremium ohne Papier arbeiten.

Nach der Kommunalwahl am 26. Mai steht das Personalkarussell in der Gemeinde Nonnweiler nun still. Im Bürgerhaus Braunshausen hat sich der neue Gemeinderat zur konstituierenden Sitzung getroffen und dabei die Beigeordneten gewählt sowie die ausgeschiedenen Räte verabschiedet. Bürgermeister Franz Josef Barth (parteilos, SPD-unterstützt) blickte eingangs des Zusammentreffens auf den Superwahlsonntag zurück und sprach von einem „guten Votum“. 5116 Bürger hatten in der Gemeinde eine gültige Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung lag bei 71,94 Prozent.

Und kurz nach ihrer Verpflichtung für eine Amtszeit von fünf Jahren stand für 27 Gemeinderäte gleich ein erneuter Urnengang an: die geheime Wahl der Beigeordneten. Dabei war die SPD mit ihren 14 Sitzen, gegenüber der CDU zwölf und dem Bündnis90/Die Grünen – ein Sitz – klar im Vorteil. Die Sozialdemokraten schlugen Petra Mörsdorf vor, die CDU benannte Martin Schneider. Wie erwartet votierten 14 Kommunalpolitiker für die SPD-Kandidatin Mörsdorf aus Otzenhausen, die in den vergangenen vier Jahren bereits den Vize-Bürgermeister-Posten innehatte. Zwölf Stimmen erhielt Schneider, ein Zettel war ungültig. „Ich habe in den vergangenen Jahren immer bereit gestanden, wenn der Bürgermeister gerufen hat, und wir werden in den nächsten fünf Jahren weiter gut zusammenarbeiten“, freute sich Mörsdorf nach der Wiederwahl.

Mit dem gleichen Ergebnis wurde Günther Barth (SPD) zu Mörsdorfs Stellvertreter gewählt, der den Primstaler Kurt Rech ablöst. „Ich freue auf eine gute Zusammenarbeit mit den Ratsmitgliedern und der Verwaltung“, sagte Barth, nachdem er vom Verwaltungschef und Namensvetter vereidigt worden war.

Ein ordentliches Stühlerücken gegenüber der zurückliegenden Legislaturperiode hat sich im Gemeinderat vollzogen. Bürgermeister Barth verabschiedete acht Mitglieder. „Das ist ein relativ großer Wechsel. Dass ein Rat erfahrene Mitglieder verliert ist nachvollziehbar und zu akzeptieren“, fand er. Nicht mehr dabei ist nach 25 Jahren das Duo der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Brigitte Heck und Theo Weber. Barth lobte das Engagement der Kommunalpolitikerin Heck, das sie für Gemeinde an den Tag gelegt habe. „Sie war eine treibende Kraft für die Realisierung des Keltenparks in Otzenhausen“, erinnerte der Bürgermeister. Bei Weber, Ex-Ortsvorsteher in Nonnweiler, sei der „Patriotismus für den Heimatort zu spüren gewesen“. Ebenfalls 25 Jahre saß der Bierfelder Hermann Maurer (CDU) im Gemeinderat. „In den Sitzungen war er ein ruhiger Geselle“, sagte Barth. Vor ein paar Jahren sei er allerdings neben Alfred Schmitt, Heinz Klein und Rainer Peter ein Mitglied der so genannten „Viererbande“ gewesen, scherzte der Rathauschef. Des Weiteren sind Klaus Kuhn, Frank Heck, Günter Wagner (alle SPD) sowie Andreas Lauer und Alexander Schweitzer (beide CDU) aus dem Gremium ausgeschieden.

Während der Sitzung in Braunshausen hat der Bürgermeister auch die ausgeschiedenen Ratsmitglieder verabschiedet. Foto: Frank Faber

Auf ein aktuelles Ratsmitglied ging Barth noch näher ein. Kurt Rech (SPD) war drei Jahrzehnte Ortsvorsteher und arbeitet auch seit 25 Jahren im Gemeinderat mit. „Bei ihm habe ich in meiner Anfangszeit sehr viel gelernt. Kurt war mir immer eine große Stütze“, lobte der Bürgermeister den Primstaler, der nun eine „Zäsur im kommunalpolitischen Engagement“ erlebt hat.