Gartenzwerg-Idylle in Gefahr

Die turbulente Komödie „Dreimal schwarzer Kater“ nimmt Geschlechterklischees auf die Schippe. Die nachbarschaftliche Idylle beginnt zu bröckeln. Schuld daran sind, unter anderem, Reinhards Gartenzwerge.

Die Leute zum Lachen bringen, das ist der Anspruch der Sitzerather Theatergruppe. So proklamiert es deren Vorsitzender Jürgen Kittel . Bislang sei dies den Laien mit 31 Komödien und Lustspielen seit Vereinsgründung 1993 gelungen. "Unser Publikum kommt nicht nur aus Sitzerath , sondern auch aus den umliegenden Ortschaften", sagt Kittel stolz.

Für die neue Komödie sind fünf Aufführungen vorgesehen. Kittel hofft, mit "Dreimal schwarzer Kater" den Nerv zu treffen. "Denn komische Situationen mit aus dem Leben gegriffenen Neckereien zwischen Eheleuten und Geschlechtern sind das Salz in unserer Theatersuppe."

Streit ist programmiert

Diesmal entführen die Darsteller in eine harmonische Gartenanlage zweier Nachbarn, ohne trennende Zäune. Jede Menge Zwerge dürfen da nicht fehlen. Dem Idyll entsprechend, ist Harmonie von Brigitte Dreher (Anja Jäckel) angeordnet, mit der sie die Welt verbessern will. Aber ihr Umfeld hat davon anscheinend noch nichts vernommen. Ehemann Norbert (Manfred Haupenthal), gutmütig und naiv, hat seine eigenen Probleme, ist zudem eifersüchtig auf den Yogalehrer seiner Gattin. Bei den Nachbarn sieht es nicht anders aus. Reinhard Schobel (Jo Polzer), nach außen hin ein Raubein mit trockenem Humor, streitet sich laufend mit seiner resoluten Schwester Doris (Christiane Loch).

Ehefrau Claudia Schobel (Ute Lang) wiederum ist sensibel und sauer auf die Gartenzwergsammlung ihres Ehemanns. Sie hat nur einen Liebling, ihren Kater Peter. Die Gartenzwerg-Idylle kommt jedoch ins Wanken, als ihr bequemer Sohn Oliver (Tom Polzer) dem Nachbarn Norbert einen Streich spielt. Führerschein-Neuling und Olivers Bekannte Lina (Katja Kirstein) sowie Evelyn Settler (Sara Sänger), Norberts und Reinhards Kollegin, gehen mit ihren Reizen auf Männerfang.

Die Aufführungen sind in der Sitzerather Benkelberghalle am 4., 5., 11. und 12. November jeweils um 20 Uhr; Einlass 19 Uhr. Weitere Vorstellung am Sonntag, 13. November, 16 Uhr; ab 14.30 Uhr beim Kaffeenachmittag. Eintrittskarten bei Jürgen Kittel , Tel. (0 68 73) 74 14.