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Fußball-Saarlandliga: Primstal verliert mit 1:2 in Auersmacher

Fußball-Saarlandliga : Primstals Sorglosigkeit wird bestraft

Das hätte nicht sein müssen. Fußball-Saarlandligist VfL Primstal kassierte bei Tabellenführer Auersmacher eine 1:2-Niederlage – und ist jetzt Tabellenvorletzter.

In der Nachspielzeit zog Primstals Angreifer Julian Scheid noch mal aus spitzem Winkel ab, jedoch landete die Kugel nicht mehr im Tor. Danach folgte der Schlusspfiff – und die 1:2-Auswärtsniederlage des Fußball-Saarlandligisten VfL Primstal am Mittwochabend beim SV Auersmacher, dem ungeschlagenen Tabellenführer, stand fest.

„Vom Ergebnis her ist das in Ordnung, aber wenn wir einen Tick mutiger aufgetreten wären, hätten wir etwas mitnehmen können“, meinte VfL-Trainer Andreas Caryot. Gegenüber dem 1:2 gegen Brebach waren Abwehrchef Marc Pesch und Scheid für Marlon Simon und Felix Guttmann in die Startformation gerutscht, die in der Anfangsphase aus einer defensiven Grundordnung agierte. „Wir haben im Spiel gegen Brebach einen brutalen läuferischen Aufwand betrieben und Auersmacher ist ja nicht irgendwer“, erläuterte Caryot die Ausrichtung.

Und wie erwartet legte der Spitzenreiter, der bislang bereits 19 Treffer markiert hat, mit viel Zug in Richtung VfL-Tor los. Über Nils Cuccu und Philipp-Marco Wunn spielte sich Auersmacher in den gegnerischen Strafraum. Primstals Schlussmann Simon Holz verhinderte zwei-, dreimal, dass Auersmacher in Führung gehen konnte.

„Zwei Nadelstiche nach vorne haben wir vor der Halbzeit setzen können, wobei wir nicht abgezockt genug waren“, monierte Caryot. Denn kurz vor dem Seitenwechsel tauchte Scheid alleine vor SVA-Torwart Matthias Johann auf und brachte den Ball nicht im Kasten unter.

Direkt nach der Pause wurde die VfL-Defensive erneut unter Druck gesetzt. Maurice Straub drang in den Strafraum und ging im Zweikampf mit Lukas Finkler zu Boden. Wunn schnappte sich die Kugel und verwandelte den Foulelfmeter zum 1:0 (50. Minute).

„Bei uns ist eine gewisse Sorglosigkeit eingetreten, die hätte einfach nicht sein müssen“, ärgerte sich Caryot über die Entstehung des zweiten Gegentreffers. Nur zwei Minuten nach dem Rückstand war eine Situation eigentlich geklärt, ehe Sandro Kempf an die Kugel kam. Der legte für Wunn auf – und dessen Schuss saß zum 2:0 (52.). Benjamin Bresch verpasste darauf, auf 3:0 zu erhöhen (58.). „Dennoch waren wir nicht chancenlos und unter dem Strich haben wir uns gut verkauft“, fand Caryot.

Kapitän Pesch verkürzte in der 89. Minute zum 1:2-Endstand. Nach vier Spieltagen ist der VfL weiter sieglos und auf dem vorletzten Tabellenplatz zu finden. „Wir kommen langsam unter Druck und Stress“, weiß der Übungsleiter. Und deshalb muss an diesem Samstag, 17 Uhr, im Heimspiel gegen den FV Siersburg der erste Saisondreier her.