Fünf Tage Kirche und Kirmes

Primstal. Kirmes in Primstal - das ist nicht nur für die Mettnicher und Mühlfelder ein Signal, zünftig zu feiern. Jedes Jahr kommen Besucher aus der ganzen Umgebung, um an diesen frohen Tagen mit dabei zu sein. Ein Zelt für 400 Personen, das vom Förderverein des VfL Primstal bewirtschaftet wird, sowie die Fahrgeschäfte und Buden werden fünf Tage lang im Mittelpunkt stehen

Primstal. Kirmes in Primstal - das ist nicht nur für die Mettnicher und Mühlfelder ein Signal, zünftig zu feiern. Jedes Jahr kommen Besucher aus der ganzen Umgebung, um an diesen frohen Tagen mit dabei zu sein. Ein Zelt für 400 Personen, das vom Förderverein des VfL Primstal bewirtschaftet wird, sowie die Fahrgeschäfte und Buden werden fünf Tage lang im Mittelpunkt stehen. Mit dabei sind auch die Gaststätten, die für den Besucheransturm bestens gerüstet sind. Der Primstaler Ortsvorsteher Kurt Rech gibt am Freitag um 19 Uhr mit dem Anschlagen des ersten Bierfasses grünes Licht für diese "hohen Feiertage". Rockmusik im Zelt wird am ersten Tag für Stimmung sorgen. Am Sonntag geht um neun Uhr eine eucharistische Prozession von der Kirche aus zum "Kleser Kreuz" in der Mettnicher Straße, begleitet von Pfarrkapelle und Kirchenchor. Nach einer Feier kehren die Gläubigen in die Kirche zurück, wo Pastor Hans Leininger um 9.45 Uhr das Festhochamt zelebrieren wird. Anschließend wird das neu gestaltete Erinnerungskreuz an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mettnicher und Mühlfelder Bürger neu eingesegnet. Nachdem es beschädigt vorgefunden worden war hat der Ortsrat es wiederherstellen lassen. Am Kirmesmontag lädt der Berg- und Hüttenarbeiterverein zu einem Gang durch das Dorf ein. Er beginnt unter Vorantritt der Pfarrkapelle um neun Uhr am Gasthaus Zeggels und führt zur Kirche, wo um 9.30 Uhr eine heilige Messe gefeiert wird. Am anschließenden Frühschoppen im Pfarrsaal beteiligen sich mehrere kulturtreibende Vereine. Am Nachmittag kommt die große Zeit der Kirmesjugend, die diesmal vom Jahrgang 1990/91 gestellt wird. Ab dem Gasthaus Löwenhof geht es mit Musik zum Kirmesplatz. Ein als Metzger verkleideter junger Mann wird den Schafbock an der Leine führen. Die Jugend trägt paarweise zwei mit Süßigkeiten, Wurst und Bändern geschmückte Birkenbäumchen. Alle ein bis zwei Minuten werden die Bäumchen untereinander weitergereicht, solange, bis der Wecker klingelt. Wer dann gerade die Bäumchen hat, darf sie nach altem Brauch mit dem ganzen Schmuck behalten. Neben dem Kirmesplatz ist anschließend der Hammeltanz.Beerdigt wird die Kirmes am Dienstag, 21. September. Um 19 Uhr bewegt sich ein Trauerzug durch das Dorf. Hinter dem Kirmesplatz wird der "Kirmeshannes" verbrannt. Danach ersteigert der Kirmesjahrgang 1991/92 die Kirmes 2011, wobei es um viel Flüssiges geht. Kirmesjunge Sebastian Koch verriet, warum die 21 Jugendlichen das alles machen: "Wir wollen die altüberlieferten Kirmestraditionen auch dieses Jahr weiterführen." Sein Freund Christian Feis ergänzte: "Es ist schön, dass man sich nach langer Zeit wiederfindet und feiert, denn seit der Grundschule war die Gruppe nicht mehr zusammen." Auf dem Kirmesplatz werden in diesem Jahr ein Autoscooter, eine Berg- und Talbahn, eine Spinne, zwei Kinderkarussells und viele Buden aufgebaut. gtr

Auf einen BlickDas Kirmesprogramm in Primstal: Freitag, 17. September: 19 Uhr Fassanstich im Zelt auf dem Marktplatz, anschließend Rock- und Popmusik mit der Band Last Order. Samstag, 18. September: 19 Uhr Musik von der Gruppe Foolin around. Sonntag, 19. September: Neun Uhr Prozession zum "Kleser Kreuz", 9.45 Uhr Festmesse, anschließend Einsegnung des Gedenkkreuzes, 19 Uhr DJ-Entertainment. Montag, 20. September: Neun Uhr Gang zur Kirche ab dem Gasthaus Zeggels, 9.30 Uhr Messe, anschließend Frühschoppen , 14.30 Uhr Umzug der Kirmesjugend ab dem Löwenhof zum Kirmesplatz, 15 Uhr Hammeltanz, 17 Uhr Party mit den Büddenbachern. Dienstag, 21. September: Ermäßigte Preise bei den Fahrgeschäften, 19 Uhr Kirmesbeerdigung. gtr