Friedhofskapelle in Primstal wurde renoviert

Freiwillige machten es möglich : Friedhofskapelle erstrahlt in neuem Glanz

Freiwillige Helfer haben das Gotteshäuschen in Primstal gemeinsam renoviert. Jetzt wurde es von Pastor und Bürgermeister eingeweiht.

„Die Sanierung der Friedhofskapelle ist für mich schon ein besonderes Projekt. Sie ist Zeuge und Beweis, dass mit ehrenamtlicher Arbeit durchaus etwas Ordentliches geleistet werden kann. Zudem hat sie das gemeinschaftliche Engagement in Primstal wohl gestärkt“, sagte Bürgermeister Franz Josef Barth (parteilos) anlässlich einer Feier zum Abschluss der Kapellen-Renovierung. Pastor Hans Leininger gab dem Gotteshaus den kirchlichen Segen. Dank dieser unentgeltlichen Arbeiten präsentiere sich die nach dem Zweiten Weltkrieg erbaute Kapelle, an der im Laufe der vergangenen Jahrzehnte der Zahn der Zeit vielfach genagt hatte, nunmehr wieder in einem würdigen Erscheinungsbild.

Die Renovierungsmaßnahme – Innen- und Außenwände waren unansehnlich, Türen defekt, das Dach undicht, der Kellerraum feucht – war mit einem Kostenaufwand von rund 30 000 Euro veranschlagt. Ende Dezember 2017 hat die Gemeinde Nonnweiler beim Umweltministerium einen Antrag zur Förderung gestellt. Ende März 2018 überreichte Staatssekretär Roland Krämer (SPD) einen Zuwendungsbescheid über 16450 Euro. Der Restbetrag in Form von Arbeitsstunden wurde von etlichen freiwilligen Helfern erbracht.

Worte des Dankes richtete der Verwaltungschef demzufolge an das Helferteam, das Ortsvorsteher Kurt Rech anführte. Ihm blieb nichts anderes übrig, das Kompliment zurückzugeben und dem Verwaltungschef und dessen Gemeinde-Bauamt mit Leiter Jörg Martin und Mitarbeiterin Christiane Feit für die gewährte Unterstützung zu danken, dem Umweltministerium für die Zuwendung. Sein Appell an die Mitbürger und Vereine zur freiwilligen Mitarbeit hatte ebenfalls gefruchtet.

Die Renovierungsarbeiten hatten im Mai vergangenen Jahres begonnen. „Nach dem Entrümpeln, Säubern und Aufräumen in der und rund um die Kapelle, wurden Drainagearbeiten verrichtet, die Entwässerung rundum das Gebäude erneuert, Fenster entrostet und gestrichen, das Dach ausgebessert, die Dachrinne repariert und gestrichen, zwei Türen im Kellerbereich erneuert sowie vieles mehr erledigt. Rund 1000 Arbeitsstunden sind hierbei zusammengekommen“, zählte Rech auf. Ganz besonders freute es ihn, dass sich ein Kernteam gebildet hatte, das jeden Samstagmorgen zur Stelle war. „Private Arbeitsgeräte und Werkzeuge sowie Fahrzeuge wurden zuweilen auch ganz spontan zur Verfügung gestellt. Alle engagierten sich beispielhaft für die Kapelle, als sei es ihr Privateigentum“, lobte Rech seine engeren Mitstreiter Klaus Kuhn, Werner Backes, Peter Müller, Ernst Koch und Werner Finkler sowie ebenfalls Walter Schug, Christian Crammes, Manfred Welker und Erwin Schwarz.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten aber noch nicht. Den Ausführungen des Ortsvorstehers war zu entnehmen, dass der Kellerraum noch gestrichen werden muss. Zudem werden dort noch Regale eingebaut. Der Treppenaufgang und die Begrenzungsmauer auf dem Weg zur Kapelle sind noch zu sanieren. Oberhalb des Gebäudes wird eine Fläche befestigt, auf der eine Sitzbank mit Blick über den Friedhof aufgebaut wird. Letztendlich wird ein barrierefreier Zugang auf der Ostseite der Kapelle geschaffen.

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