Feuerwehren fit für Ernstfall

Bei einer Übung der Werkfeuerwehr der Firma Diehl und den Löschbezirken Braunshausen und Nonnweiler wurde vor allem überprüft, ob die Löschwasserversorgung ausreiche. Die Zusammenarbeit verlief gut.

Zügiger Aufbau der Wasserversorgung.

Im Werk der Firma Diehl BGT Defence in Mariahütte steht jährlich eine Übung der Feuerwehr an. Dieses Mal stand die Frage im Fokus: Würde die Löschwasserversorgung aus dem betriebseigenen Netz im Ernstfall ausreichen? Für die Einsatzkräfte galt folgendes Szenario: Im Dachgeschoss eines Gebäudes der Firma Diehl BGT Defence war Feuer ausgebrochen. Dieses drohte, sich rasch auszubreiten. Ein Mitarbeiter konnte das Gebäude nicht mehr rechtzeitig verlassen.

Neben der Werkfeuerwehr der Firma Diehl wurden die Löschbezirke Braunshausen und Nonnweiler alarmiert sowie das beim Löschbezirk Primstal stationierte Einsatzleitfahrzeug und die Mitarbeiter des Sanitätsdienstes.

Im Erdgeschoss des 1898/99 errichteten Gebäudes befinden sich Laborräume für chemische und physikalische Werkstoffprüfungen; demzufolge sind hier Chemikalien und brennbare Flüssigkeiten gelagert. In den oberen Stockwerken sind Büroräume. Doch damit nicht genug. Die Helfer mussten auf eine weitere Gefahrenquelle achten: ein Propangasbehälter gegenüber des Gebäudes.

Wenige Minuten nach der Alarmierung waren die Einsatzkräfte der Löschbezirke Braunshausen und Nonnweiler vor Ort, gefolgt vom Einsatzleitfahrzeug aus Primstal. Nach sorgfältiger Erkundung der Lage gingen zwei Trupps unter schwerem Atemschutz ins Gebäude, zwei weitere Trupps blieben in Reserve.

Vorsorglich wurden an der Vorder- und Rückseite des Gebäudes Steckleitern in Stellung gebracht, die benachbarten Gebäude systematisch abgeschirmt. Die Besatzung des Gerätewagens "Logistik" Nonnweiler koordinierte zentral die Wasserversorgung. Die Mannschaft des Gerätewagens "Gefahrgut" kümmerte sich um die Kanalschächte, damit kein kontaminiertes Löschwasser eindringen konnte. Da die Werkfeuerwehr Diehl im Betriebsgelände auf dem Maasberg stationiert ist, hatte sie den längsten Anfahrtsweg. Am Einsatzort angetroffen, kümmerte sich die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs um die Abschirmung des Propangasbehälters.

Inzwischen war der eingeschlossene Mitarbeiter mithilfe der Wärmebildkamera entdeckt worden. Auf einer Krankentrage wurde er nach draußen gebracht und dem Sanitätsdienst zur Erstversorgung übergeben.

Durch den gezielten Löscheinsatz war ein Ausbreiten des Feuers in die unteren Stockwerke verhindert worden. Beim Einsatzleitfahrzeug ging bald darauf die Meldung ein: "Brand vollständig gelöscht".

Mithilfe von Überdrucklüftern wurde das Gebäude vom Rauch befreit.

Das Fazit der Verantwortlichen: Die Löschwasserversorgung hatte sich als auskömmlich erwiesen. Eine Wasserentnahme aus der Prims war nicht nötig. Die Zusammenarbeit habe gut geklappt. Dass viele junge Einsatzkräfte beteiligt waren, zeuge davon, dass der Personalbestand nachhaltig gesichert sei.