Erkundungsphase vor Ausbildung

Schwarzenbach. Für insgesamt 57 Jugendliche, die bei den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen die verschiedenen Ausbildungen im Jugenddorf-Berufsbildungswerk in Homburg kennenlernen, haben ein neuer Lebensabschnitt sowie ein Weg mit vielen neuen Möglichkeiten begonnen

Schwarzenbach. Für insgesamt 57 Jugendliche, die bei den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen die verschiedenen Ausbildungen im Jugenddorf-Berufsbildungswerk in Homburg kennenlernen, haben ein neuer Lebensabschnitt sowie ein Weg mit vielen neuen Möglichkeiten begonnen. Zu den Aufgaben des Jugenddorf-Berufsvorbereitungswerkes der CJD gehören nicht nur die Berufsausbildung, sondern auch die berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen junger Menschen mit Behinderungen. Während des elf Monate dauernden Berufsvorbereitenden Bildungslehrganges (BvB) werden sie so gefördert, dass abschließend eine Übernahme in eine Berufsausbildung ermöglicht wird. Während einer Feierstunde im Gemeinschaftszentrum des Jugenddorfes in Schwarzenbach begrüßte Markus Schnell, kaufmännischer Leiter im Jugenddorf Homburg, die BvB-Teilnehmer, welche mit Eltern und Angehörigen angereist waren. Zuerst versuche man, mit den Jugendlichen einen Beruf zu finden, der ihren Neigungen und Fähigkeiten entspreche, um sie dann eventuell in diesem Beruf auszubilden, so Schnell. "Irgendwann werden die Jugendlichen das Jugenddorf mit einem qualifizierten Ausbildungsabschluss verlassen, um ins Berufsleben einzusteigen", meinte Markus Schnell. Die Berufsvorbereitung koste eine Menge Kraft, doch hätten die Jugendlichen bei allen Höhen und Tiefen die Möglichkeit, "sich in einer sehr guten Einrichtung immer wieder zu orientieren und sich viele Dinge anzuschauen", betonte Susanne Haben, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Neunkirchen. "Motivation ist gefragt, knien Sie sich rein", appellierte sie an alle BvB-Teilnehmer die kommenden elf Monate als Chance zu nutzen. "Betrachtet den elfmonatigen BvB-Lehrgang in einer tollen Einrichtung als Erkundungsphase, bevor die Entscheidung für eine Ausbildung fällt", machte Bürgermeister Klaus Roth den Jugendlichen Mut. Ziel sei es, den Jugendlichen am Ende der elf Monate dauernden Maßnahme eine Berufsausbildung zu ermöglichen, sei es im Betrieb oder auch im Jugenddorf-Berufsbildungswerk, meinte Jürgen Franzmann, Reha-Berater der Agentur für Arbeit in Neunkirchen. Der 17-jährige Filippo aus Spiesen-Elversberg ist einer der jungen Leute, die an der Maßnahme teilnehmen. Nach zwei zweiwöchigen Praktika in der Poststelle im saarländischen Innenministerium interessiert er sich für den Bürobereich. "Das hat mir viel Spaß gemacht", erklärte der Schüler der Schule am Webersberg. "Für mich ist es wichtig, dass mein Sohn eine gute Ausbildung bekommt", begründet Vater Adriano die Entscheidung für das CJD Homburg. Hier würden Kinder und Jugendliche, die Lernbehinderungen haben, speziell gefördert.

Auf einen BlickBeim Jugenddorf-Berufsbildungswerk der CJD Homburg begann für 57 junge Menschen eine elf Monate dauernde berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB). Dabei lernen die Jugendlichen verschiedene Ausbildungen kennen. Vorrangig wird eine Berufsausbildung angestrebt, um durch Qualifizierung eine dauerhafte Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen erfolgen in schulischer und werkpraktischer Form. re

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