Ein Zeichen für die Solidarität in der SPD

Ein Zeichen für die Solidarität in der SPD

Primstal. "Eine Partei muss auf ihre Mitglieder hören und bei ihren Entscheidungen für Transparenz sorgen", sagte SPD-Kreis-Chef Magnus Jung auf dem Neujahrempfang des Kreisverbandes der Sozialdemokraten im Primstaler Pfarrsaal. Er verwies damit auf Entscheidungen wie die um das Projekt "Ferienpark Bostalsee

Primstal. "Eine Partei muss auf ihre Mitglieder hören und bei ihren Entscheidungen für Transparenz sorgen", sagte SPD-Kreis-Chef Magnus Jung auf dem Neujahrempfang des Kreisverbandes der Sozialdemokraten im Primstaler Pfarrsaal. Er verwies damit auf Entscheidungen wie die um das Projekt "Ferienpark Bostalsee." Bereits im Frühjahr sollen dort die Bauarbeiten für einen Center-Parc beginnen.Für Jung ein besonders wichtiges Thema, da es die Politik im Kreis St. Wendel bereits seit 15 Jahren beschäftige und zudem eine große Chance für die gesamte Region biete. Denn der hohen Investitionssumme von 130 Millionen Euro ständen 300 neue Arbeitsplätze sowie 500 000 angepeilte Übernachtungen pro Jahr entgegen. "In Zukunft werden außerdem weitere Arbeitsplätze entstehen. "Deshalb haben wir als SPD dieses Projekt immer unterstützt", erklärte Jung.

Trotzdem sparte der Kreisvorsitzende nicht an Kritik. Zum Beispiel an der geplanten Finanzierung von 500 Ferienhäusern am Gonnesweiler Hang. Für die veranschlagten Kosten von 48, 5 Millionen Euro sollten private Investoren gewonnen werden. Dies sei der Landesregierung nicht ausreichend gelungen. "Die Regierung hat sich nicht persönlich für Investoren stark gemacht", kritisierte Jung. Nun liege ein alternativer Vorschlag auf dem Tisch, der eine 4,5 Millionen Einlage des Landkreises vorsehe. Dies sei kein Problem, wenn alle Häuser verkauft würden. Gelänge dies aber nicht, müsse der Landkreis als Käufer in die Bresche springen. "Das bedeutet dann weiter Kosten in Millionenhöhe", argumentierte der Kreisvorsitzende.

Ein solches Risiko erschwere die Entscheidung für die SPD erheblich. Ob die Partei dem Projekt zustimme, könne er noch nicht sagen, erklärte Jung weiter. "Es gibt jedoch keinen Automatismus, die Gespräche laufen noch und das Ergebnis hängt davon ab, ob unsere zentralen Forderungen erfüllt werden."

Der Kreisvorsitzende äußerte Verständnis darüber, dass die komplizierten Verhandlungen für die Bürger schwer nachzuvollziehen seien. "Der enge Zeitplan lässt nur wenig öffentliche Diskussion zu. Da ist es schwierig, sich schnell eine Meinung zu bilden."

Zu Beginn des Abends hatte der SPD-Bürgermeisterkandidat in Nonnweiler, Franz-Josef Barth, die Arbeit der CDU in der Gemeinde kritisiert und eigene Vorschläge für die Zukunft vorgestellt.

Anschließend fasste der DGB-Vorsitzende Eugen Roth das Jahr 2010 aus sozialdemokratischer Sicht zusammen.

Zwischen den Vorträgen der Politiker sorgten die Tanzgruppe Exploded sowie die Sprechgesang-Künstler Dave und David für Unterhaltung im gut besuchten Pfarrsaal. Jung: "Dass die Hütte heute Abend voll war, ist ein Zeichen für die Solidarität in der SPD." "Der enge Zeitplan lässt nur wenig öffentliche Diskussion zu."

Magnus Jung,

SPD-Kreisvorsitzender

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