Ein Spitzbub im Strafraum

Primstal · Sechs Tore hat Angreifer Lukas Biehl nach seiner Rückkehr vom FV Eppelborn für den Fußball-Saarlandligisten VfL Primstal erzielt. Am Samstag um 16 Uhr trifft er im Heimspiel mit dem Ligazweiten auf seinen Ex-Club.

 Gegen Saubach traf Lukas Biehl (vorne) doppelt. Ob er auch gegen Eppelborn jubeln darf? Foto: Guldner

Gegen Saubach traf Lukas Biehl (vorne) doppelt. Ob er auch gegen Eppelborn jubeln darf? Foto: Guldner

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Im Sommer kehrte Lukas Biehl nach einem einjährigen Gastspiel beim Saarlandligisten FV Eppelborn zum VfL Primstal zurück. Und mit ihm sein freches, spitzbübisches Grinsen - und die Torgefahr im gegnerischen Strafraum . In neun Einsätzen traf Biehl bislang sechs Mal. Am Samstag um16 Uhr will er nun nachlegen. Denn speziell für ihn wird das Spiel zu einer brisanten und emotionalen Angelegenheit: Der Gegner ist sein Ex-Verein FV Eppelborn. "Wir wollen jetzt oben an Spitzenreiter Mettlach dranbleiben und auf Platz zwei bis vier in die Winterpause gehen. Deshalb muss ein Heimsieg her", stellt der 23-jährige BWL-Student klar. Das Erfolgsrezept des VfL sei nach wie vor die gute Kameradschaft innerhalb der Truppe. "Und ich kann wieder mit meinem alten Freund Pascal Schmidt zusammenspielen", freut sich Biehl.

Was sich verändert hat gegenüber der Zeit, als er unter dem Trainergespann Jochen Ernst und Nico Lalla sowie unter Übungsleiter Lothar Pesch für den VfL aufgelaufen ist? "Wir spielen nicht mehr so schnell nach vorne, sondern mehr den kontrollierten Fußball", meint der Grügelborner. Nur vorne herumstehen und auf Torchancen lauern, sei unter der Regie von Trainer Andreas Caryot verboten. "Ich habe klare Defensivaufgaben, die ich erfüllen muss", weiß der Stürmer.

Und mit seiner Philosophie hat Caryot Erfolg. "Neun Tore haben wir erst reinbekommen, allerdings davon drei im Heimspiel gegen Auersmacher. Das war auch ein grottenschlechter Auftritt von uns", gibt Biehl zu.

Nun also die Partie gegen den FV Eppelborn, der turbulente Wochen hinter sich hat. Biehls Ex-Trainer Jörg Schampel wurde Ende September entlassen und durch Norbert Groß ersetzt. Mit einem 2:1-Sieg in Auersmacher feierte der einen Einstand nach Maß, das jüngste Heimspiel gegen die SG Saubach ging jedoch mit 0:3 verloren. "Jeder Trainerwechsel hat kurzfristig seine Auswirkung. Beim FV hat sich mit Sicherheit etwas verändert", vermutet Biehl. In jedem Fall ordnet er das Potenzial der Eppelborner deutlich stärker ein, als es der derzeitige 14. Tabellenplatz aussagt. "Wir müssen die Aufgabe konzentriert angehen. Jens Schlemmer kann aus keiner Chance ein Tor machen, Maxi Recktenwald ist unglaublich schnell, Andreas Oberhauser schlägt präzise Flanken", warnt Biehl vor der Offensivstärke der Gäste. Für Eppelborn traf Biehl in der Saison zuvor 14 Mal. Über die Zeit dort sagt er: "Es waren Höhen und Tiefen drin, aber daraus habe ich einiges gelernt". Gut möglich, dass es in Primstal sowohl für ihn persönlich als auch mit dem Team noch ein bisschen weiter nach oben geht.

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