1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Nonnweiler

Ein gemeinsames Dach für Jung und AltNonnweiler steht im FokusDie SZ lädt ein zum Dorfgespräch nach Nonnweiler

Ein gemeinsames Dach für Jung und AltNonnweiler steht im FokusDie SZ lädt ein zum Dorfgespräch nach Nonnweiler

Nonnweiler. Etwa 25 Frauen sitzen an der langen Tafel, lassen sich die Brötchen gut schmecken, genießen ihren Kaffee. Und sie unterhalten sich miteinander. Über Gott und die Welt. Einmal im Monat ist Frauenfrühstück im Mehrgenerationenhaus in Nonnweiler. "Die Resonanz ist prima", freut sich Julia Hornetz, die das Mehrgenerationenhaus leitet

Nonnweiler. Etwa 25 Frauen sitzen an der langen Tafel, lassen sich die Brötchen gut schmecken, genießen ihren Kaffee. Und sie unterhalten sich miteinander. Über Gott und die Welt. Einmal im Monat ist Frauenfrühstück im Mehrgenerationenhaus in Nonnweiler. "Die Resonanz ist prima", freut sich Julia Hornetz, die das Mehrgenerationenhaus leitet.Das Frauenfrühstück ist eines von etwa 20 verschiedenen Angeboten in dem Mehrgenerationenhaus, das seit diesem Frühjahr sein Domizil in der ehemaligen Villa Straub direkt neben dem Rathaus bezogen hat. "Wir wollen alle Generationen ansprechen", erläutert Hornetz das Konzept. Da gibt es Angebote für bestimmte Altersgruppen ebenso wie generationenübergreifende Initiativen. Und für weitere Ideen und Vorschläge sind Hornetz und ihre Kollegin Alexandra Mehrbach offen. "Wir wollen ja gerade die Bevölkerung mit einbinden. Und freuen uns über neue Ideen." Für Bürgermeister Hans-Uwe Schneider ist das Mehrgenerationenhaus ein wichtiger Baustein für eine familienfreundliche Gemeinde.Schon jetzt kann sich das Angebot des Mehrgenerationenhauses sehen lassen. Da gibt es spezielle Programme für Kinder und Familien: eine Pekip-Krabbelgruppe, Kinder-Yoga, Babymassage, eine weitere Krabbelgruppe, eine Kinderbibliothek, eine Kinderbetreuungsbörse, ein Kinderferienprogramm. Das Mehrgenerationenhaus organisierte zudem schon einen Kinderbekleidungsbasar. Darüber hinaus berät eine Hebamme vor Ort die Mütter.An die ältere Generation richten sich Angebote wie geselliges Tanzen, ein Handarbeitskreis, das Frauenfrühstück, aber auch Hilfen bei der Bewältigung des Alltages. Wenn jemand zum Beispiel einen fahrbaren Mittagstisch sucht, helfen die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses weiter. Oder wenn der Rasen einmal gemäht werden muss, Einkäufe erledigt werden müssen oder Behördengänge anstehen. Dienstleistungsagentur, Nonnweiler Sozialruf, Hol- und Bringdienste oder Seniorenbegleitung heißen die entsprechenden Projekte."Wir sind Ansprechpartner in allen Lebenslagen", unterstreicht Hornetz. "Und sind oft vermittelnd tätig". Zum einen zu Unternehmen, die verschiedene Hilfen professionell anbieten. Aber auch zu Ehrenamtlichen. Da mähen Jugendliche der Feuerwehr schon mal den Rasen, gehen Pfadfinder einkaufen. Um zwei Beispiele dieses generationenübergreifenden Aspektes zu nennen.Dazu passt auch, dass Beratungsstellen das Mehrgenerationenhaus in Nonnweiler nutzen, um vor Ort zu informieren. Sei es die Kompetenzagentur oder der Pflegestützpunkt.Damit nicht genug. Während der normalen Öffnungszeiten kann jeder ins Mehrgenerationenhaus kommen und sich in der Kaffeeküche ein wenig unterhalten. Zudem gibt es zwei Mal in der Woche eine Plauderstunde zum "Meihen" wie man früher sagte.Das Angebot des Mehrgenerationenhauses ist nicht starr, es wächst und verändert sich je nach Bedarf und Nachfrage. Geplant sind zum Beispiel Kochkurse für Kinder, auch ein Eltern-Kind-Frühstück. Das Mehrgenerationenhaus ist auch eine Veranstaltungsstätte. Es eignet sich gut für Vorträge und Info-Veranstaltungen.Ehrenamtliches Engagement ist eine wichtige Säule des Hauses. Etwa 20 regelmäßige Helfer unterstützen die verschiedenen Angebote, sagt Hornetz. Man freue sich aber über weitere engagierte Menschen, so die Leiterin des Hauses. Nur so könne man die Angebote ausbauen. Das Mehrgenerationenhaus in Nonnweiler ist das einzige im Landkreis St. Wendel. Träger ist die Gemeinde Nonnweiler. Fünf Jahre lang unterstützt der Bund das Projekt mit einem jährlichen Zuschuss von 40 000 Euro zu den Personal- und Sachkosten. Der Umbau der Villa Straub hat 815 000 Euro gekostet.Nonnweiler. Heimat: Das ist ein Wort, das in den meisten Menschen Emotionen weckt. Doch wo ist Heimat? Zuerst wohl auf jeden Fall dort, wo man lebt, wo man seine Kinder aufzieht, seinem Beruf nachgeht, Freud' und Leid erlebt. Heimat ist der Ort mit seinen Menschen, seinen Häusern, den Vereinen und seiner Landschaft. Die Menschen im Saarland, so sagt man, sind besonders heimatverbunden. Dem will die Saarbrücker Zeitung mit einer besonderen Aktion nachgehen. "Ich lebe gern in Nonnweiler" heißt es ab heute in Ihrer SZ. In den kommenden zwei Wochen werden Journalisten und Fotografen der Frage nachgehen, warum die Menschen gern in Nonnweiler leben. Was macht den Charme des Ortes aus? Welche Menschen leben hier, und warum ist Ihnen ihr Ort wichtig? Intensiv wird die SZ die Vereine in den Fokus nehmen. Ganz besonders umfangreich werden aber die Nonnweilerer selbst zu Wort kommen. Denn schließlich ist es ihr Ort, ihre Heimat. "Ich lebe gern in Nonnweiler" soll so ein positiver Spiegel des Lebens in der Gemeinde und ihren Dörfern werden. Und dabei wird es die SZ nicht belassen. Kontinuierlich wird die Redaktion weiter nach der Seele unserer Heimat suchen - nach und nach in allen Orten des Saarlandes. red Nonnweiler. Im Rahmen der Aktion "Ich lebe gerne in Nonnweiler" will die SZ wissen, was die Menschen in ihrem Ort, in ihrer Gemeinde bewegt. Welche Themen sollte die SZ aufgreifen? Was ärgert die Leute, was freut sie? Aus diesem Grund steht SZ-Redakteur Volker Fuchs am Montag, 5. Oktober, von 18 bis 20 Uhr im Mehrgenerationenhaus den Bürgern Rede und Antwort. Fuchs ist offen für neue Themen, nimmt auch Kritik entgegen. Kommen dürfen alle Bürger der Gemeinde Nonnweiler. Zu Beginn wird Julia Hornetz kurz die Arbeit das Mehrgenerationenhaus vorstellen. red

Auf einen BlickDas Mehrgenerationenhaus Nonnweiler ist zu finden in der Trierer Straße 9 in Nonnweiler, direkt neben dem Rathaus. Telefon: (0 68 73) 6 60 73. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von neun bis 16 Uhr. Donnerstag von neun bis 18 Uhr und Freitag von acht bis zwölf Uhr. Hausleitung: Julia Hornetz, Mitarbeiterin: Alexandra Mehrbach.Räumlichkeiten: Im Untergeschoss des Hauses ist die Tourist-Info untergebracht. Im Erdgeschoss gibt es die Kaffee-Küche, einen Multifunktionssaal und einen Bambini-Raum. Im Obergeschoss stehen zwei weitere Räume für Arbeitskreise zur Verfügung, gibt es eine kleine Bibliothek und einen so genannten Snoezel-Raum, einen Wohlfühlraum, in dem zum Beispiel die Baby-Massage angeboten wird. vf